Milliarden-Paukenschlag im Liefermarkt: Uber will Delivery Hero übernehmen - Aktie bleibt unter Offerte
Uber will Delivery Hero übernehmen und bewertet den Berliner Lieferkonzern mit 12,6 Milliarden Euro. Der US-Fahrdienstleister erhält bereits Unterstützung vom Großaktionär Prosus.
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Delivery Hero will sich durch den US-Fahrdienstleister Uber übernehmen lassen, in einer Transaktion, in der Delivery Hero mit 12,6 Miliarden Euro bewertet wird. Wie Delivery Hero mitteilte, bietet Uber, der bereits in den vergangenen Monaten durch Zukäufe zum größten Aktionär bei dem Berliner Lieferkonzern geworden ist, 41,50 Euro je Aktie. Das Angebot sieht eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent vor.
Uber, eine bietende Tochter Uber International Technologies II Corp sowie der Berliner Lieferkonzern haben am Donnerstag eine Zusammenschlussvereinbarung (Business Combination Agreement) unterzeichnet, die die wesentlichen Bedingungen des Übernahmeangebots sowie die beiderseitigen Absichten und Absprachen in diesem Zusammenhang enthält. Dies teilte Delivery Hero mit.
Der zweite Großaktionär, Prosus, hat sich unwiderruflich verpflichtet, alle Aktien in Höhe von etwa 16,8 Prozent des Grundkapitals von Delivery Hero in das Übernahmeangebot einzuliefern.
Die Angebotsunterlage und weitere das Übernahmeangebot betreffende Mitteilungen werden im Internet unter www.delivering-value.com veröffentlicht.
Delivery Hero-Aktien bleiben unter Offerte
Die nun offiziell vorliegende Übernahmeofferte von Uber hat Delivery Hero am Donnerstag vorbörslich etwas Auftrieb gegeben. Auf der Handelsplattform Tradegate legten die Titel des Essenslieferdienstes um 1,6 Prozent auf 38,80 Euro zu.
Damit blieben sie allerdings noch klar unter den vom US-Fahrdienstvermittler gebotenen 41,50 Euro je Aktie - auf diesem Niveau hatte sie zuletzt im Oktober 2024 notiert. Das Rekordhoch von 145,40 Euro aus dem Pandemiejahr 2021 liegt derweil in unerreichbarer Ferne.
Uber setzt bei seiner Offerte eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie von Delivery Hero voraus. Bisher liegt der Anteil der Amerikaner bei knapp 25 Prozent. Hinzu kommen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Zudem habe Delivery Heros Großaktionär Prosus jetzt zugesagt, seinen Anteil von knapp 17 Prozent beizusteuern.
Delivery Hero sei in der Branche "eines der beliebtesten Menüs auf der Speisekarte", kommentierte Analystin Nizla Naizer von Deutsche Bank Research, die sich noch auf die vorangegangenen Medienberichte bezog. Sie verwies auf den fast 70-prozentigen Anstieg der Aktien seit Jahresbeginn und verdoppelte ihr Kursziel auf 40 Euro.
Allerdings erscheine die Bewertung auf dem Niveau der schneller wachsenden und profitableren US-Konkurrenz schon angemessen, begründete sie die weiter gültige "Hold"-Empfehlung./gl/zb
DOW JONES und dpa (AFX)
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Bildquellen: Delivery Hero, Delivery Hero
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 28.05.26 | Uber Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 08.02.23 | Uber Outperform | RBC Capital Markets | |
| 17.11.21 | Uber Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 13.09.21 | Uber Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 16.12.20 | Uber overweight | JP Morgan Chase & Co. |
