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Umfrage: Geopolitische Unsicherheit belastet Planbarkeit deutscher

Unternehmen

Köln (ots) -

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- Atradius-Umfrage: 87 Prozent sehen aktuelle Spannungen als relevanten

Einflussfaktor

- Für 55 Prozent hat sich die Planbarkeit zuletzt verschlechtert

- Unternehmen reagieren mit Preisstrategien, Liquiditätsaufbau und

Risikomanagement

Geopolitische Spannungen wirken sich zunehmend auf die strategische Planung

deutscher Unternehmen aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des internationalen

Kreditversicherers Atradius. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (55

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Prozent) berichtet von einer verschlechterten wirtschaftlichen Planbarkeit in

den vergangenen zwölf Monaten. "Geopolitische Risiken sind längst kein

abstraktes Szenario mehr, sondern wirken sich konkret auf unternehmerische

Entscheidungen aus", sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland bei

Atradius. Besonders betroffen sind Unternehmen mit international verflochtenen

Lieferketten und hoher Exportabhängigkeit.

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Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen (36 Prozent) gibt an, dass

geopolitische Entwicklungen ihre Entscheidungen stark oder eher stark

beeinflussen, weitere 50 Prozent sehen zumindest teilweise Auswirkungen. Trotz

der wachsenden Unsicherheit sehen sich viele Unternehmen jedoch nur

eingeschränkt auf geopolitische Krisen vorbereitet. Rund die Hälfte der

Befragten bewertet die eigene Vorbereitung als kritisch, während nur knapp 43

Prozent ihr Unternehmen als gut oder sehr gut aufgestellt einschätzen.

Gleichzeitig fällt die Bewertung der gesamtwirtschaftlichen Resilienz mit

durchschnittlich 5,2 von 10 Punkten eher verhalten aus. "Die Ergebnisse zeigen

eine strukturelle Diskrepanz: Unternehmen erkennen die Risiken, fühlen sich aber

nicht ausreichend gewappnet", sagt Frank Liebold. Die eigene

Widerstandsfähigkeit bewerten die Unternehmen im Durchschnitt sogar nur mit 3,6

von 10 Punkten.

Fokus auf kurzfristige Stabilisierung statt langfristiger Transformation

Um auf die zunehmende Unsicherheit zu reagieren, setzen viele Unternehmen vor

allem auf Maßnahmen im operativen Geschäft. Am häufigsten genannt werden

Anpassungen der Preisstrategie (48 Prozent), ein intensiveres Risikomanagement

(39 Prozent) sowie der Aufbau von Liquiditätspuffern (38 Prozent). Strukturelle

Maßnahmen, wie die Regionalisierung von Lieferketten oder die Zurückhaltung bei

Investitionen, spielen hingegen bislang eine geringere Rolle. "Viele Unternehmen

konzentrieren sich derzeit darauf, Stabilität zu sichern und Risiken im

Tagesgeschäft zu steuern. Das ist angesichts der aktuellen Lage

nachvollziehbar", erklärt Frank Liebold.

Auch im Umgang mit der anhaltenden Mehrfachbelastung durch geopolitische und

wirtschaftliche Unsicherheiten zeigt sich ein erkennbarer Schwerpunkt: Mehr als

drei Viertel der Befragten konzentrieren sich auf Faktoren, die sie direkt

beeinflussen können. Für die Unternehmen bedeutet das, dass sich knapp die

Hälfte der Befragten wieder auf ihre Kernkompetenz fokussieren. Ebenfalls setzen

Unternehmen auf operative Flexibilität durch Differenzierung der Lieferketten,

Aufbau von Liquiditätspuffern, Beschleunigung der Digitalisierung sowie die

Automatisierung von Prozessen und die regelmäßige Überprüfung des

Produktportfolios. Zudem gaben über ein Viertel an, verstärkt auf

Mitarbeiterkommunikation zu setzen.

Für die im März dieses Jahres durchgeführte Umfrage wurden knapp 200 Unternehmen

unter anderem aus den Branchen Automotive, Bauwirtschaft und Baustoffhandel,

Chemie, Dienstleistungen, Elektronik, Finanzen, IT/Software, Konsumgüter,

Landwirtschaft, Lebensmittel, Maschinenbau, Metall, Papier, Textil sowie

Transport befragt. Die Jahresumsatzspanne der befragten Unternehmen reicht von

unter fünf Millionen bis über einer Milliarde Euro. Die Zahl der Beschäftigten

liegt bei den befragten Unternehmen zwischen unter 100 und mehr als 1.500.

Pressekontakt:

Atradius Kreditversicherung

Niederlassung der Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y

Reaseguros

Astrid Goldberg

Pressesprecherin

Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210

E-Mail: mailto:astrid.goldberg@atradius.com

Stefanie Heilken

Pressereferentin

Telefon: +49 (0) 221 2044 -1034

E-Mail: mailto:stefanie.heilken@atradius.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52329/6261052

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