Pflichtmitteilung

KI-Platzhirsch NVIDIA legt Beteiligung offen: Nebius-Aktie zieht kräftig an


KI-Platzhirsch NVIDIA legt Beteiligung offen: Nebius-Aktie zieht kräftig an

Eine Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht rückt eine enge Verbindung zwischen dem Chipriesen NVIDIA und einem KI-Cloud-Anbieter ins Rampenlicht.

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  • NVIDIA meldet der US-Börsenaufsicht eine 9,3-prozentige Beteiligung an Nebius
  • Anteil umfasst rund 22 Millionen Aktien aus Investment und Optionsschein
  • Optionsschein bleibt bis September gesperrt, Northland bleibt optimistisch
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NVIDIA legte in einer am Montag veröffentlichten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht offen, dass der Chipkonzern inzwischen rund 9,3 Prozent an der Nebius Group hält. Damit rückt eine Verbindung ins Licht, die weit über eine gewöhnliche Kundenbeziehung hinausgeht: NVIDIA ist nicht nur Zulieferer der auf KI-Cloud-Infrastruktur spezialisierten Firma aus Amsterdam, sondern zugleich einer ihrer größten Anteilseigner. Für Anleger bedeutet die Offenlegung vor allem eines: Der Chiphersteller bindet sich strategisch enger an einen jener "Neocloud"-Anbieter, die den KI-Boom mit Rechenkapazität versorgen, statt sich auf reine Chip-Lieferungen zu beschränken.

Woher die Nebius-Beteiligung stammt

Laut der Mitteilung setzt sich der Anteil aus zwei Bausteinen zusammen: rund 1,19 Millionen direkt gehaltenen Aktien sowie etwa 21 Millionen weiteren Aktien, die NVIDIA über einen Optionsschein beziehen kann. Beide Positionen gehen auf die im März verkündete Investition in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar zurück, mit der NVIDIA sich seinerzeit bei Nebius engagierte. Neu ist damit nicht das Investment selbst, sondern das Ausmaß, das erst durch die Offenlegungspflicht in dieser Größenordnung sichtbar wird. In Summe kommt NVIDIA auf rund 22 Millionen Nebius-Aktien, was den Chipkonzern zu einem der gewichtigeren Aktionäre des noch jungen Unternehmens macht.

Optionsschein bleibt vorerst gesperrt

Wichtig für die Einordnung: Der Optionsschein-Anteil ist nicht frei verfügbar. Laut Filing darf NVIDIA das Bezugsrecht erst ab dem 11. September ausüben, eine Sperrfrist, die auch für den anschließenden Verkauf der daraus entstehenden Aktien gilt. Der Konzern kann seine tatsächliche Stimm- und Kapitalbeteiligung also aktuell noch nicht vollständig nutzen. Diese Konstruktion ist im Sektor nicht unüblich: NVIDIA verknüpft strategische Beteiligungen an Cloud-Anbietern regelmäßig mit zeitlich gestaffelten Bezugsrechten, um sich Zugriff auf Kapazität und Wachstum zu sichern, ohne sofort als aktiver Großaktionär aufzutreten.

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Auch beim Neocloud-Wettbewerber CoreWeave ist NVIDIA über ähnliche Vereinbarungen als Kunde und Kapitalgeber gleichzeitig eingebunden.

Nebius-Aktie: Was Analysten aus der Meldung lesen

Die Offenlegung fällt in eine Phase, in der Analysten die Wachstumsstory von Nebius ohnehin genau verfolgen. Das Analysehaus Northland Capital Markets bekräftigte gestern seine "Outperform"-Einstufung für die Nebius-Aktie und hob das Kursziel auf 410 US-Dollar an. Die Analysten begründen ihre Zuversicht mit dem erwarteten Marktanteil von Nebius im wachsenden Markt für KI-Cloud-Dienste, den sie auf rund 14 Prozent langfristig taxieren. Die enge Kapitalverflechtung mit NVIDIA dürfte aus Sicht der Analysten ein zusätzliches Argument für diese Einschätzung liefern, auch wenn das Kursziel unabhängig von der Beteiligungsmeldung selbst entstanden ist.

Für Anleger bleibt der 11. September der nächste konkrete Termin, an dem sich zeigt, wie NVIDIA mit seinem Optionsschein verfährt. Erst ab diesem Datum kann der Chipkonzern entscheiden, ob er seinen Anteil an Nebius tatsächlich in vollem Umfang realisiert oder die Position unverändert hält.

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So reagieren Anleger

Während die Offenlegung der Nebius-Beteiligung die Aktie von NVIDIA am Dienstag zeitweise um 1,80 Prozent auf 206,94 US-Dollar steigen lässt, zieht das Papier der Niederländer nach einem Plus an der NASDAQ am Montag von 2,76 Prozent auf 182,62 US-Dollar am Dienstag zeitweise um weitere 6,64 Prozent auf 194,00 US-Dollar an.

Benedict Kurschat, Bettina Schneider, Julia Walter, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Katherine Welles / Shutterstock.com, jackpress / Shutterstock.com

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29.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
08.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
21.05.26 NVIDIA Kaufen DZ BANK
21.05.26 NVIDIA Buy UBS AG
21.05.26 NVIDIA Outperform RBC Capital Markets