Positive US-Vorgaben

Rekorde in Japan: Nikkei 225 und TOPIX mit Allzeithochs - KI-Boom treibt Kurse

03.06.26 13:03 Uhr

Nikkei & TOPIX auf Rekordhoch: KI-Fantasie treibt Japans Börse | finanzen.net

Kräftige Kursgewinne und Rekordindexstände in Tokio prägten das Kursbild am Mittwoch an den Börsen in Ostasien.

Werte in diesem Artikel
Indizes

71.053,5 PKT 1.151,2 PKT 1,65%

4.068,2 PKT 55,0 PKT 1,37%

Stützend wirkten neue Rekorde der US-Indizes am Vortag, wozu aber schon kleinere Aufschläge reichten.

Der TOPIX in Tokio gewann kräftig und markierte bei 4.012,15 Punkten erneut ein Rekordhoch. Daneben setzte auch der japanische Leitindex, der Nikkei 225, seine Rekordjagd fort und schloss sich damit den Höchstständen an der Wall Street sogar mit mehr Dynamik an. Er erreichte bei 68.786,49 Zählern ein Allzeithoch.

Treiber ist die Aussicht auf neue Maßnahmen der Regierung zur Stützung der Konjunktur. Das Kabinett hat einen Entwurf für einen Nachtragshaushalt in Höhe von umgerechnet 19,5 Milliarden Dollar zur Bewältigung der hohen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Kriegs genehmigt. Nun muss das Parlament noch zustimmen. Premierministerin Sanae Takaichi erwägt außerdem eine Senkung von Verbrauchssteuern.

KI-Fantasie im Fokus

Zur stimmungsmäßigen Gemengelage insgesamt heißt es, die Stärke im Technologiesektor und die anhaltende KI-Fantasie drängten die Entwicklung im Nahost-Konflikt mit wieder neuen gegenseitigen Attacken und den wohl ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen in den Hintergrund. An anderer Stelle ist von einer Art Gewöhnungseffekt an die fragile Lage die Rede. Die Ölpreise steigen zwar weiter, allerdings eher moderat.

Die Anleger konzentrierten sich fast nur noch auf die Chancen des Boomthemas KI und verdrängten eine zunehmende Anzahl konjunktureller Warnsignale, sagte Marktexperte Stephen Innes laut dpa. Dieselbe Welt, die momentan ganz auf eine KI-getriebene Zukunft baue, sei abhängig von endlichen Energieressourcen, fragilen Handelsrouten und physischer Infrastruktur, die sich nicht einfach durch Software ersetzen ließen.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net mit Material von Dow Jones Newswires und dpa-AFX

Bildquellen: Jim Barber / Shutterstock.com, Antony McAulay / Shutterstock.com

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