Prozess gegen René Benko gestartet - Urteil wahrscheinlich


INNSBRUCK (dpa-AFX) - Der österreichische Investor René Benko steht erneut vor Gericht. Vor dem Landesgericht Innsbruck geht es um den Verdacht, dass der 49-Jährige seine Gläubiger geschädigt hat. Für den Prozesstag sind sieben Zeugen geladen. Es wird mit einem Urteil noch am Dienstag gerechnet. Der Strafrahmen beträgt ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Werbung

Benko war bereits im Oktober 2025 wegen dieses Verdachts zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei war er in einem Teilaspekt freigesprochen worden. Diesen Freispruch hob der Oberste Gerichtshof (OGH) aber wieder auf. Daher kommt es nun zur erneuten Verhandlung, bei der die Höhe der Strafe neu festgelegt werden muss.

Vorwurf: Gläubiger durch Mietkostenvorauszahlung geschädigt

Konkret geht es um den Vorwurf, dass Benko 360.000 Euro an Mietkostenvorauszahlung für seinen Wohnsitz geleistet hat, obwohl er kurz vor der Insolvenz stand. Damit soll er seine Gläubiger geschädigt haben.

Benko, der alle Vorwürfe bestreitet, sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem Immobilien- und Handelsimperium Signa ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz. Gegen Benko und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt./mrd/DP/jha

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.