Puma: Die zweite Chance
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Die Puma-Aktie gewinnt nach den Kursabschlägen rund um die Veröffentlichung der Q2-Zahlen langsam wieder an Boden. Rückenwind könnte zudem aus der Branche kommen.
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Bereits im Vorfeld der Q2-Zahlen kam die Aktie von Puma unter Druck. Dass es nach dem starken Auftaktquartal 2026 im Q2 so nicht weitergehen wird, hätte jedoch hinlänglich bekannt sein müssen. Denn diverse Analysten äußerten sich bereits im Vorfeld der Zahlen verhalten, so dass der Analystenkonsens keine überzogenen Werte für Umsatz und EBIT aufzeigte. Folglich gelang es Puma sogar, den Konsens leicht zu toppen.
Aktie in Sippenhaft
Bei Zahlenbekanntgabe interessierte das dann jedoch nicht mehr. Im Tagesverlauf gab die Puma-Aktie um über 8 Prozent nach. Damit war der Sportartikelhersteller in guter Gesellschaft, denn am Tag zuvor wurde Wettbewerber Adidas für seine Q2-Zahlen kräftig abgewatscht. Gestiegene Marketing- und Vertriebsaufwendungen im Rahmen der Fußball-WM sorgten bei Adidas für schlechte Laune bei den Investoren. Offensichtlich hatten sich viele Anleger von der WM mehr positive Impulse versprochen – und korrigierten nun ihre Fehleinschätzung.
Anta bleibt ein Faktor
Knapp zwei Wochen später hat der Druck auf die Sportartikelhersteller spürbar nachgelassen. Für Anleger könnte sich hier sogar eine neue Chance bieten: Bei Puma bleiben die Ziele für das Gesamtjahr 2026 unverändert realistisch. Demnach will das Unternehmen einen währungsbedingten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein EBIT zwischen minus 50 und minus 150 Mio. Euro erreichen. Gelingt dies, wäre das die Basis, von der 2027 der Turnaround gelingen könnte. Hinzu kommt Fantasie aus China durch Großaktionär Anta. Aber: Das gilt mehr für die operative Geschäftsentwicklung im Reich der Mitte als für eine Komplettübernahme inklusive Übernahmeofferte für die freien Aktionäre.
Fazit
Die Turnaround-Story bei Puma ist weiter intakt. Die Q2-Zahlen lagen ungeachtet der Kursabschläge am Veröffentlichungstag im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr 2026. Dass diese dann doch so negativ aufgenommen wurden, dürfte auf eine verschlechterte Branchenstimmung zurückzuführen sein, aber auch auf die noch dezente Entwicklung in China. Hier sollten Investoren aber geduldig bleiben und dem Unternehmen noch ein wenig Zeit geben. Wer auf die Turnaround-Story setzt, sollte langfristig denken. Technisch könnte das Papier kurzfristig wieder den Bereich um 29/30 Euro ansteuern. Hier jedoch befindet sich ein nicht zu unterschätzender Widerstand. Unterhalb von knapp 27 Euro wiederum gibt es eine belastbare Unterstützung.
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Erstellung am 11.08.26 um 9:47 Uhr.
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