Puma: Wie weit springt die Raubkatze?
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Nach Monaten unter dem Druck von Zins- und Inflationssorgen zeigt die Puma-Aktie wieder Lebenszeichen. Der Blick in die jüngsten Branchenbilanzen mahnt allerdings zur Vorsicht.
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Zins- und Inflationssorgen belasteten die Konsumwerte, darunter auch den heimischen Sportartikelhersteller Puma. Nun jedoch hat die Aktie der Raubkatze wieder zum Sprung angesetzt. Hintergrund sind die Konsumausgaben in den USA, die im zweiten Quartal 2026 um 3,4 Prozent zulegten. Volkswirte hatten lediglich mit 3,2 Prozent gerechnet.
Bremsspuren in den Bilanzen
Diese Entwicklung bereits als Konsumaufschwung zu werten, scheint jedoch verfrüht. Durch den Krieg am Golf sind die Rohstoffpreise tendenziell gestiegen, was sich treibend auf die Inflation auswirkt. Diese verteuert wiederum die Lebenshaltung weltweit. Besonders Ausgaben für Konsumgüter werden dann zurückgestellt. In den Q2-Bilanzen diverser Sportartikelhersteller zeigten sich daher überwiegend Bremsspuren. Nach Adidas und Puma enttäuschte auch JD Sports aus Großbritannien.
Einbruch bei Dick's Sporting Goods
Vor wenigen Tagen sorgte auch noch der US-Sporteinzelhändler Dick's Sporting Goods für schlechte Stimmung. Nach Zahlenbekanntgabe rauschte das Papier um rund 30 Prozent in den Keller. In den kommenden vier Wochen dürfte die Branche aber von schlechten Nachrichten verschont bleiben. Der nächste wichtige Termin ist erst am 29. September. Dann legt Nike die Zahlen für das erste Quartal 2026/27 im Zeitraum 1. Juni bis Ende August vor. Der Hoffnung auf positive Effekte durch die Fußball-Weltmeisterschaft stehen die Zins- und Inflationssorgen entgegen.
Fazit
Im Vergleich zu den Wettbewerbern hat Puma derzeit noch einen Vorteil. Das Unternehmen befindet sich in der Restrukturierung. Investoren prüfen die vorgelegten Zahlen daher vorrangig darauf, ob die Turnaround-Story für 2027 noch intakt bleibt. Technisch befindet sich die Aktie weiter im mittelfristigen Aufwärtstrend. Der jüngste Kursrückgang endete vor wenigen Tagen ziemlich genau an der unteren Begrenzung des Aufwärtstrendkanals. Kommt es zu keinen Störfeuern vom Gesamtmarkt im Allgemeinen oder vom Konsum im Besonderen, könnte die Aktie durchaus wieder den Widerstandsbereich zwischen 28 und 30 Euro ins Visier nehmen.
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Erstellung am 28.08.26 um 9:14 Uhr.
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