Rekord-Auftragsbestand

Überraschende Dow-Aktie schlägt NVIDIA: Dieser Industriekonzern liefert doppelte Rendite


Überraschende Dow-Aktie schlägt NVIDIA: Dieser Industriekonzern liefert doppelte Rendite

Während Anleger auf KI-Chips setzen, überrascht ein Industriekonzern aus dem Dow Jones: Die Aktie von Caterpillar hat NVIDIA im vergangenen Jahr deutlich übertroffen.

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• Dow-Industriekonzern schlägt NVIDIA-Aktie an der Börse
• KI-Boom treibt überraschend auch das Baumaschinengeschäft
• Rekord-Auftragsbestand sorgt für starke Perspektiven

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Während viele Anleger weiterhin auf KI-Chips und Tech-Giganten setzen, hat eine eher klassische Industrieaktie still und leise eine beeindruckende Outperformance geliefert. Ein Traditionsunternehmen aus dem Dow Jones Index hat den KI-Star NVIDIA im vergangenen Jahr deutlich hinter sich gelassen - und damit viele Investoren überrascht.

So legte die Aktie des Baumaschinenherstellers Caterpillar innerhalb von zwölf Monaten um rund 156 Prozent zu. NVIDIA kam im selben Zeitraum auf etwa 59,23 Prozent Kursgewinn (Stand: Schlusskurse vom 08. April 2026). Damit hat die Dow-Aktie den KI-Liebling an der Börse ungefähr 2-zu-1 übertroffen.

Rekordzahlen treiben die Caterpillar-Aktie

Ein wesentlicher Grund für die starke Performance sind die außergewöhnlich guten Geschäftszahlen. Wie aus der Ergebnisveröffentlichung für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 hervorgeht, erzielte Caterpillar Rekordumsätze von 67,6 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr.

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Allein im vierten Quartal lagen die Erlöse bei 19,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Gewinn konnte der Industriekonzern überzeugen: Das bereinigte Ergebnis pro Aktie lag bei 19,06 US-Dollar im Gesamtjahr. Im Schlussquartal erreichte das bereinigte EPS 5,16 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich. Zudem generierte das Unternehmen einen operativen Cashflow von 11,7 Milliarden US-Dollar und gab 7,9 Milliarden US-Dollar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an Aktionäre zurück.

Die starken Zahlen erklären auch den Kursanstieg. So übertraf Caterpillar seine Branchenkollegen aus der Bau- und Bergbaumaschinenindustrie deutlich.

KI-Boom hilft plötzlich auch einem Industriekonzern

Der KI-Boom, der NVIDIA zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht hat, wirkt laut 24/7 Wall St. indirekt auch als Wachstumstreiber für Caterpillar. Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Energie und Infrastruktur. Laut Unternehmensangaben sorgte insbesondere die Nachfrage nach Stromerzeugungsanlagen und Generatoren für Rechenzentren für zusätzliche Aufträge im Segment Energy & Transportation.

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Darüber hinaus profitiert das Unternehmen gemäß 24/7 Wall St. vom steigenden Rohstoffbedarf der KI-Industrie. Der Ausbau von Rechenzentren erhöht beispielsweise die Nachfrage nach Kupfer für Verkabelungen - ein Trend, von dem auch Bergbauunternehmen profitieren, die wiederum Caterpillar-Maschinen einsetzen.

Rekord-Auftragsbestand sorgt für Planungssicherheit

Ein weiterer wichtiger Faktor für Anleger ist der enorme Auftragsbestand. Laut Unternehmensangaben beendete Caterpillar das Jahr 2025 mit einem Rekord-Backlog von 51,2 Milliarden US-Dollar. Dieser Auftragsbestand verschafft dem Konzern eine hohe Visibilität für die kommenden Jahre. Für 2026 erwartet das Management laut Prognose ein Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent, unterstützt durch neue Projekte, stabile Preise und wachsende Service-Einnahmen.

Gerade der Servicebereich gewinnt an Bedeutung. Caterpillar generiert über 24 Milliarden US-Dollar Serviceumsatz pro Jahr - bis 2030 sollen es rund 30 Milliarden US-Dollar werden, wie aus der Telefonkonferenz zu den Q4-Ergebnisse hervorgeht.

Risiken bleiben: Zölle und hohe Bewertung

Trotz der starken Entwicklung gibt es auch Risiken. Wie weiter im Rahmen der Telefonkonferenz bekanntgegeben wurde, rechnet Caterpillar für 2026 mit zusätzlichen Zollkosten von etwa 2,6 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich im Zusammenhang mit Produktion und Importen aus China.

Auch die Bewertung ist inzwischen deutlich gestiegen: Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 41 gehandelt - deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 19, wie 24/7 Wall St. betont (Stand: 08. April 2026).

Dennoch könnte Caterpillar für viele Anleger interessant bleiben, nicht zuletzt wegen seiner 30-jährigen Serie kontinuierlicher Dividendenerhöhungen, heißt es weiter.

Industrietitel überrascht im KI-Zeitalter

Caterpillar profitiert gleichzeitig von mehreren Megatrends: dem Ausbau der KI-Infrastruktur, steigender Rohstoffnachfrage sowie globalen Investitionen in Energie- und Bauprojekte. Sollte sich der massive Auftragsbestand in den kommenden Jahren tatsächlich in Umsätze verwandeln und die Nachfrage nach Infrastruktur weiter steigen, könnte der traditionsreiche Dow-Titel womöglich auch künftig eine der überraschendsten Gewinneraktien im KI-Zeitalter bleiben.

Bettina Schneider, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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