Riskante Wetten: Aufsicht greift bei Turbo-Zertifikaten ein


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin greift in den Markt für Turbo-Zertifikate ein, um Privatanleger besser vor Verlusten mit den riskanten Wertpapieren zu schützen. Mit einer Produktintervention, die an diesem Dienstag in Kraft tritt, verschärft die Bafin die Regeln für Anbieter.

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"Mit der Beschränkung von Turbo-Zertifikaten stärkt die Bafin den Anlegerschutz", sagte Thorsten Pötzsch, Bafin-Exekutivdirektor für Wertpapieraufsicht und Asset-Management. "Diese hochspekulativen Produkte bergen erhebliche Risiken, insbesondere den Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Für viele Kleinanleger waren diese Risiken bisher nicht ausreichend erkennbar."

Turbo-Zertifikate sind an Basiswerte wie Aktien oder Rohstoffe gebunden und ermöglichen Anlegern überdurchschnittliche Gewinne, indem sie gehebelt auf Kursanstiege setzen können. Umgekehrt besteht aber das Risiko überdurchschnittlicher Verluste bis zum Totalausfall.

Schärfere Regeln zum Schutz vor Verlusten

Nun soll eine Risikowarnung, mit der Anbieter vor dem Handel mit Turbo-Zertifikaten standardmäßig vor dem Verlustrisiko warnen müssen, mehr Transparenz bringen. "Zusätzlich stellen wir mit einer Wissensabfrage sicher, dass Anleger die Komplexität und die Gefahren dieser Instrumente grundsätzlich verstehen, bevor sie investieren", sagte Pötzsch. Schädliche Geldanreize, wie etwa reduzierte Ordergebühren oder Neukundenboni, seien zudem nun verboten.

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Beim Handel mit Turbo-Zertifikaten hatten viele Anleger Geld verloren. Nach einer früheren Untersuchung der Bafin über fünf Jahre erlitten fast drei Viertel der Privatkunden in Deutschland dabei Verluste - im Schnitt je 6.358 Euro. Die Bafin hatte bereits 2025 schärfere Regeln für Turbo-Zertifikate angekündigt, aber von einem Totalverbot abgesehen./als/DP/stw

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05.08.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research

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