ROUNDUP 2: VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein - Umsatzprognose gesenkt


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(Neu: Mehr Details, vorbörslicher Kurs, Ergebnisse Audi und Porsche im letzten Absatz.)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der VW (Volkswagen (VW) vz)-Konzern hat im zweiten Quartal noch weniger verdient als im ohnehin schon schwachen Vorjahreszeitraum. Zudem kappte VW-Chef Oliver Blume den Umsatzausblick für das Jahr. Statt ein Umsatzplus von bis zu 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet der Manager nun 2026 nur noch im besten Fall eine stabile Entwicklung, es könnte aber auch bis zu 3 Prozent weniger Erlös werden, wie der Wolfsburger DAX-Konzern am Freitag mitteilte.

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Im zweiten Quartal zog der Umsatz zwar um zwei Prozent auf 82,4 Milliarden Euro an, nach den ersten sechs Monaten ist die Bilanz damit aber bisher nur fast ausgeglichen. Das operative Ergebnis sackte im Quartal um rund ein Zehntel auf 3,47 Milliarden Euro ab, es fiel damit schwächer aus als von Experten erwartet. Unter dem Strich ging es sogar um rund ein Drittel auf nur noch 1,54 Milliarden Euro Gewinn zurück.

Vorbörslich fiel die VW-Vorzugsaktie auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss vom Vorabend um fast drei Prozent. In diesem Jahr hat das Papier ohnehin eine schwache Entwicklung genommen und fast ein Drittel an Wert eingebüßt.

China drückt auf Verkaufszahlen

Die Auslieferungen fielen konzernweit um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern bereits zuvor mitgeteilt hatte. Auf dem wichtigen Markt China sackten die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge ab. Abseits Chinas sah es dagegen im Verkauf etwas besser aus.

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Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz sorgten für Gegenwind, hatte Konzernchef Oliver Blume bereits im Frühjahr erklärt. Er plant daher neue Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten: Bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Prüfstand - zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. Unter anderem will das Management rund 11 Milliarden Euro an jährlichen Verwaltungskosten einsparen - das ist ein Viertel des bisher einkalkulierten Werts im indirekten Bereich - also außerhalb der Produktion.

Aber auch in den Werkshallen will Blume bei den Kapazitäten den Rotstift ansetzen. Der Konzern soll insgesamt auf eine Produktion von 9 Millionen Fahrzeugen jährlich getrimmt werden, rund eine Million weniger als derzeit und drei Millionen weniger als noch vor der Corona-Pandemie. Die Zahl der Modelle soll um die Hälfte und die der verwendeten Komponenten gar um drei Viertel schrumpfen, das soll die Fertigung schlanker machen.

Widerstand gegen neue Sparpläne

Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kräftig Gegenwind gegen die Vorhaben. Ebenso vom Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie dort die Mehrheit. In dem Gremium fielen die Pläne Berichten zufolge dann auch zunächst durch.

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Bis 2030 hat Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Renditeperlen weiter schwach

Nach wie vor läuft es bei den einstigen Renditebringern Audi und Porsche nicht rund. Im zweiten Quartal ging der Umsatz bei Audi von 17,1 auf 15 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis fiel noch einmal etwas schwächer aus als ein Jahr zuvor.

Beim Sportwagenbauer Porsche AG (Porsche vz) sank der Umsatz im Autogeschäft - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - von 8,3 auf 7,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn erholte sich nach den hohen Sonderkosten im Vorjahreszeitraum etwas von 154 Millionen auf 692 Millionen Euro. Die operative Marge im Tagesgeschäft blieb mit 8,9 Prozent aber weit unter dem früher gewohnten Niveau der Zuffenhausener. Porsche steckt ebenfalls in einem großen Umbau und will weitere Stellen streichen./men/fjo/mis

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Datum Rating Analyst
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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