ROUNDUP/Aktien New York: Anleger gehen nach Erholungsrally auf Nummer sicher


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NEW YORK (dpa-AFX) - Die kräftige Erholung am US-Aktienmarkt nach der jüngst rasanten Talfahrt hat am Freitag gestoppt. Anleger gehen vor dem Wochenende angesichts der enormen Unsicherheit in der Corona-Krise lieber auf Nummer sicher. Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss.

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Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) büßte im frühen Handel 4,14 Prozent auf 21 619,47 Punkte ein. Auf Wochensicht bedeutet dies für den US-Leitindex aber immer noch ein Plus von 12,6 Prozent. Noch am Montag war das weltweit bekannteste Börsenbarometer zeitweise in Richtung 18 200 Punkte auf den tiefsten Stand seit November 2016 gesackt.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Freitag um 3,72 Prozent auf 2532,01 Punkte. Der technologielastige NASDAQ 100 verlor 3,61 Prozent auf 7612,06 Punkte.

Kaum Beachtung fanden die Februardaten zu den Konsumausgaben und privaten Einkommen der US-Bürger oder auch die Inflationsdaten, die noch die Lage vor dem Ausbruch der Virus-Panik widerspiegelten. Doch auch die Stimmungsdaten der US-Verbraucher, die von der Universität Michigan erhoben werden, bewegten kaum. Dabei ist der Stimmung im März, als die Corona-Krise die USA erreichte, so stark eingebrochen wie zu Beginn der Finanzmarktkrise im Oktober 2008 nicht mehr.

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Nach Angaben von US-Experten haben sich weltweit bereits mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. In den drei nach China von der Pandemie besonders stark betroffenen Ländern Italien, Spanien und den USA ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt erheblich gestiegen. Bis Freitagmorgen gab es in den USA mehr als 85 900 bekannte Infektionen, in China mehr als 81 700 und in Italien mehr als 80 500.

Der Blick auf einzelne Unternehmen an der US-Börse zeigte nur sehr wenige Gewinner. Zu denen zählten vor allem Aktien von Branchen, die in Krisen- und Rezessionszeiten als defensiv gelten, also weniger konjunktursensibel sind. Dazu gehören vor allem Papiere aus dem Konsumgüter-, Telekom- oder Pharmasektor. So legten Walmart im Dow als einer von nur zwei Aktien im Plus um 2 Prozent zu. Procter & Gamble (ProcterGamble) hielten sich knapp über Vortagesschluss. An der Nasdaq gewannen die Anteile der beiden Biotech-Unternehmen Gilead Sciences und Regeneron mit 0,3 Prozent im Plus. Amgen und Pepsi stiegen jeweils um 0,5 Prozent.

Boeing (Boeing) büßten dagegen als schwächster Wert im Dow 10,5 Prozent ein. Laut US-Finanzminister Steven Mnuchin benötigt der Konzern eigener Einschätzung zufolge keine Staatshilfen. Allerdings haben die Aktien nach ihrem rasanten Kurssturz infolge der Virus-Krise bereits wieder einiges an Boden gut gemacht, allerdings auch wegen der Aussicht auf Staatshilfen. Nachdem sie vor neun Tagen bis auf 89 Dollar abgesackt waren, werden sie aktuell wieder mit 161,63 Dollar gehandelt. Die Erholung relativiert sich zugleich etwas vor dem Hintergrund, dass die Boeing-Aktien Mitte Februar noch mehr als 330 Dollar gekostet hatten.

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Apple (Apple) und Intel verloren jeweils 3,5 Prozent am Freitag und Microsoft knapp 4 Prozent. Besonders schwach zeigten sich wieder Aktien von Kreuzfahrt-Reedereien wie Carnival und Royal Caribbean Cruises, die vor allem nach Erholungsgewinnen am Vortag nun wieder jeweils um 14 Prozent nachgaben. An der Nasdaq zählten vor allem die Aktien der Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta und United mit Verlusten zwischen 5 und 6 Prozent zu den größten Verlierern./ck/he

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