ROUNDUP: Commerzbank will nach Rekordjahr weiteres Gewinnplus


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Beflügelt von der Zinswende strebt die Commerzbank nach einem Rekordjahr ein weiteres Gewinnplus an. "Das Geschäftsjahr 2023 ist für die Commerzbank hervorragend gelaufen", bilanzierte Konzernchef Manfred Knof am Donnerstag in Frankfurt. "Auf dieser Basis werden wir das Konzernergebnis im laufenden Jahr erneut steigern."

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Bei Anlegern kamen die Nachrichten gut an. Auf Tradegate legten die Papiere um 3,4 Prozent zu im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Vortag. Sie waren der größte vorbörsliche Kursgewinner im Dax (DAX 40). Analystin Anke Reingen von der Bank RBC nannte die Nettozinserträge im vierten Quartal und auch den Ausblick auf diese wichtige Kennziffer für 2024 "beruhigend".

Von 2022 auf 2023 kletterte der Überschuss des vor knapp einem Jahr in den Dax (DAX 40) zurückgekehrten Geldhauses von gut 1,4 Milliarden Euro auf etwas mehr als 2,2 Milliarden Euro. Damit habe die Bank ihr bestes Ergebnis seit 15 Jahren erwirtschaftet.

Der Zinsüberschuss legte um fast 30 Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro zu. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand rund 7,9 Milliarden Euro. Seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli 2022 die Ära der Null- und Negativzinsen beendet und die Leitzinsen zehnmal in Folge erhöht hat, müssen Banken und Sparkassen keine Zinsen mehr zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, sondern verdienen daran.

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Die Erträge der Commerzbank - also die gesamten Einnahmen - erhöhten sich binnen Jahresfrist um knapp elf Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle lag aufgrund von Auflösungen mit 618 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (876 Mio Euro). Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Vorstand hierbei derzeit einen Wert unter 800 Millionen Euro.

Knof hatte nach seinem Antritt bei der Commerzbank Anfang 2021 den Sparkurs verschärft. Die Bank baute Tausende Stellen ab und verkleinerte ihr Filialnetz in Deutschland deutlich. In den nächsten Jahren sollen mehr Geschäft mit vermögenden Privatkunden und zusätzliche digitale Angebote für Firmenkunden dem Institut steigende Gewinne bescheren. Bis 2027 will der Vorstand das Nettoergebnis auf rund 3,4 Milliarden Euro steigern.

Allerdings hätte der Gewinn der Commerzbank schon 2022 erheblich höher ausfallen können, wären seinerzeit nicht die mehr als eine Milliarde Euro Belastungen durch die polnische Tochter mBank unter anderem im Zusammenhang mit Schweizer-Franken-Krediten gewesen. Auch 2023 drückten Sonderbelastungen in Polen in Höhe von fast 1,1 Milliarden Euro das Ergebnis.

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Den Aktionärinnen und Aktionären verspricht der Vorstand lukrativere Zeiten: Für die Geschäftsjahre 2022 bis 2024 hat die Commerzbank in Summe drei Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe vorgesehen. Für das Geschäftsjahr 2023 will die Bank ihren Anteilseignern rund eine Milliarde Euro zugutekommen lassen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wird diese Botschaft gerne vernehmen: Der Staat ist seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2008/2009 größter Anteilseigner der Commerzbank. Einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge könnte der Anteil des Bundes noch leicht steigen, weil der Bund im Rahmen des seit 10. Januar laufenden Aktienrückkaufprogramms der Bank keine Papiere veräußere. Da nach Abschluss des Programms weniger Commerzbank-Aktien im Umlauf sind, steigt der Anteil des Bundes automatisch: dem Bericht zufolge voraussichtlich von 15,75 Prozent auf rund 16,5 Prozent./ben/zb/DP/jha

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08.09.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.
07.08.26 Commerzbank Buy Deutsche Bank AG
07.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.
06.08.26 Commerzbank Kaufen DZ BANK
06.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.

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