ROUNDUP: Corona-Lockdown lenkt Weinkäufe ins Internet


Werte in diesem Artikel
Aktien

16.50 EUR -0.10 EUR -0.60 %

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie hat die Einkaufsgewohnheiten von Weinkäufern deutlich verändert, vor allem zugunsten des Onlinegeschäftes. Das berichtet der Weinhändler HAWESKO und bestätigt damit Erkenntnisse von Marktforschern. "Der E-Commerce-Anteil im Weinhandel ist strukturell im letzten Jahr sprunghaft auf ein höheres Niveau gestiegen", sagte der Vorstandschef der Hawesko Holding AG, Thorsten Hermelink, am Donnerstag in Hamburg. Er erwartet, dass sich dieser Trend auch nach Ende der Pandemie fortsetzt. Hawesko sieht sich als europaweit führender Fachhändler und ist mit der Marke Hawesko im Onlineverkauf, mit mehr als 300 Läden der Kette Jacques' aber auch im stationären Handel unterwegs.

Werbung

Neben der Vertriebsschiene Internet, der die Branche auch Bestellungen via Telefon, E-Mail und Fax zurechnet, hat auch der Lebensmitteleinzelhandel von den coronabedingten Verwerfungen profitiert. Allerdings falle der Zuwachs "bei weitem nicht so stark aus wie im E-Commerce", sagte Hermelink. "Zugleich hören wir von Winzern, dass die Ab-Hof-Verkäufe stark zurückgegangen sind", berichtete Hermelink. "Im Gesamtabsatzmarkt von Wein machten Käufe vor Ort beim Winzer bisher etwa ein Viertel des Weinmarktes in Deutschland aus."

Ob mit steigenden Weinkäufen "schon feststeht, dass insgesamt mehr Wein getrunken wurde, ist fraglich", sagte Hermelink. "Wir müssen schließlich bedenken, dass der Weingenuss im Restaurant oder auf Festlichkeiten so gut wie gar nicht stattgefunden hat." Es gebe keinerlei belastbare Daten zum Weinkonsum insgesamt. "Deswegen tappen wir da alle ein bisschen im Dunkeln."

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hatte die Entwicklung in erster Linie darauf zurückgeführt, dass sich der Weinkonsum von der coronabedingt zeitweise geschlossenen Gastronomie auf das Weintrinken daheim verlagert habe - stützt sich dabei aber lediglich auf Auskünfte von Konsumenten.

Werbung

Hawesko selbst ist mit einem Umsatzplus von 28 Prozent auf rund 159 Millionen Euro von Januar bis März ins Jahr 2021 gestartet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) vervierfachte sich in etwa auf rund 15 Millionen Euro. Eine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr will Hawesko nicht geben, weil nicht absehbar sei, wie sich die Lockdown-Situation entwickele.

Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Konzernumsatz der Hawesko-Gruppe, um 11,6 Prozent auf 620,3 Millionen Euro. Im E-Commerce-Segment kletterten die Erlöse überproportional um 29 Prozent auf 230 Millionen Euro, im Zeitraum ab April - dem Beginn der Corona-Krise - sogar über 35 Prozent. Dem standen Einbußen bei der Belieferung von Restaurants und Hotels entgegen, die aber mehr als ausgeglichen werden konnten.

Unter dem Strich sprang ein Überschuss von 23,8 (Vorjahr: 15,8) Millionen Euro heraus. Die Aktionäre sollen mit einer deutlich höheren Dividende von 1,60 (1,30) Euro sowie einer Sonderdividende von 0,40 Euro davon profitieren./kf/DP/jha

Aktuelle HAWESKO Aktie News

Werbung

HAWESKO Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für HAWESKO nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
24.11.23 HAWESKO Kaufen GSC Research GmbH
14.09.23 HAWESKO Kaufen GSC Research GmbH
05.06.23 HAWESKO Halten GSC Research GmbH
14.02.23 HAWESKO Kaufen GSC Research GmbH
25.11.22 HAWESKO Kaufen GSC Research GmbH

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.