ROUNDUP/Kreise: Astrazeneca prüft Mega-Fusion mit Bristol Myers Squibb


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LONDON (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern AstraZeneca hat laut Insidern eine Übernahme des US-Rivalen Bristol Myers Squibb (BMS) (Bristol-Myers Squibb) geprüft. Die Unternehmen hätten Gespräche in einem frühen Stadium über einen Zusammenschluss geführt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Mit einer solchen Übernahme würde Astrazeneca zu einem der weltgrößten Arzneimittelhersteller werden. Es sei aber unklar, ob die Gespräche noch andauerten und sie zu einer Transaktion führten. Ein Sprecher von Astrazeneca habe sich nicht äußern wollen, hieß es weiter. Und Bristol Myers Squibb sei für eine Stellungnahme zu den Gesprächen nicht erreichbar gewesen. Zuvor hatte die "Financial Times" darüber berichtet.

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An der Börse kamen die Nachrichten für Astrazeneca nicht gut an. Die Aktie fiel im frühen Londoner Handel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2025. Die Papiere büßten bis zu acht Prozent auf 11.646 Pence ein. Zuletzt verlor der Anteilsschein rund 6,4 Prozent. Seit dem Jahreshoch bei 15.730 britische Pence hat die Aktie rund ein Viertel an Wert verloren. Indikationen für den frühen US-Handel lassen dagegen steigende Kurse für Bristol-Myers Squibb erwarten.

Der Börsenwert der Briten fiel durch das Kursminus am Montag auf umgerechnet rund 246 Milliarden Dollar. BMS kam gemessen zum Schlusskurs vom Freitag in New York auf eine Marktkapitalisierung von 133 Milliarden Dollar.

Experte Michael Leuchten von dem US-Analysehaus Jefferies zeigte sich in einer ersten Reaktion überrascht. Angesichts des starken Wachstums und der Innovationen von Astrazeneca mache ihn die Aussicht auf eine Übernahme des US-Kontrahenten perplex, so Leuchten. Zwar könne der Deal finanziell attraktiv sein und Mittel für Forschung und Entwicklung freisetzen. Aber wenn es ein Unternehmen gebe, das keine Finanzierung dafür benötige, dann sei das Astrazeneca, so Leuchten.

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Der US-Pharmakonzern Bristol verliert den Patentschutz für einige seiner wichtigsten Produkte. Dazu zählen das Blutverdünnungsmittel Eliquis und das Krebsmedikament Opdivo. Zusammen tragen sie etwa die Hälfte zum Umsatz von Bristol bei. In der vergangenen Woche wies Bristol einen Quartalsumsatz von 13 Milliarden Dollar aus, den höchsten aller Zeiten. Das Wachstum wurde vor allem durch neuere Produkte wie das Blutkrebsmedikament Breyanzi, Opdualag gegen Hautkrebs und das Herzmedikament Camzyos angetrieben.

Derweil hat sich Astrazeneca unter der Führung von dem seit 2012 amtierenden Konzernchef Pascal Soriot zu einem führenden Anbieter von Krebsarzneien mit einer Reihe von Blockbuster-Medikamenten entwickelt. Nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender musste Soriot im Jahr 2014 einen Übernahmeversuch vom US-Konkurrenten Pfizer abwehren. Die britische Regierung hatte eingegriffen, da sie den Verlust eines wichtigen britischen Unternehmens befürchtete. Astrazeneca ist das zweitgrößte Unternehmen an der Londoner Börse./mne/err/jha/

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Datum Rating Analyst
16.09.26 AstraZeneca Buy UBS AG
16.09.26 AstraZeneca Buy Jefferies & Company Inc.
16.09.26 AstraZeneca Overweight JP Morgan Chase & Co.
15.09.26 AstraZeneca Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.09.26 AstraZeneca Hold Deutsche Bank AG

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