Sanierung

thyssenkrupp-Chefin wirbt bei Aktionären um Geduld - will alle Chancen der Wasserstofftechnik nutzen

05.02.21 13:27 Uhr

thyssenkrupp-Chefin wirbt bei Aktionären um Geduld - will alle Chancen der Wasserstofftechnik nutzen | finanzen.net

thyssenkrupp-Chefin Martina Merz hat bei den Aktionären um Geduld bei der Sanierung des kriselnden Industriekonzerns geworben."

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Unsere Ziele sind nicht über Nacht zu erreichen, nicht im Alleingang und vor allem nicht ohne Anstrengung", sagte die Managerin am Freitag auf der virtuellen Hauptversammlung. Ein solch komplexer Veränderungsprozess brauche Zeit. "Uns ist bewusst, dass der Umbau von thyssenkrupp allen Beteiligten viel abverlangt. In den kommenden Monaten werde der Konzern wegweisende Entscheidungen treffen, unter anderem für die Stahlsparte. Details, wie es damit weitergeht, nannte sie zunächst nicht.

In vielen Bereichen sei die Performance verbessert worden, erläuterte Finanzchef Klaus Keysberg. Der Umsatz werde im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 höher als zuletzt sein, aber noch unter dem Niveau bleiben, das vor der Coronakrise erzielt wurde. Ob für das laufende Jahr eine Dividende gezahlt werde, könne noch nicht gesagt werden. Dafür sei es noch zu früh. Die Einnahmen aus dem Elevator-Verkauf sollen für Restrukturierungen, Investitionen und dem Schuldenabbau verwendet werden.

thyssenkrupp will alle Chancen der Wasserstofftechnik nutzen

thyssenkrupp soll nach dem Willen von Vorstandschefin Martina Merz das "volle Potenzial" der Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff für das eigene Geschäft ausschöpfen können. Merz sagte auf der Hauptversammlung auf eine entsprechende Aktionärsfrage, derzeit werde im Rahmen eines internen Projektes geprüft, ob der Konzern die Entwicklung dieser Technologie allein oder gemeinsam mit Partnern und wenn ja, auf welcher Stufe vorantreibe.

Das nötige Kapital für den Ausbau des Geschäfts werde sich finden lassen über Co-Investoren oder Partner, sagte Merz. Das Thema sei sehr spannend und ständig auf der Agenda im Aufsichtsrat. Einen möglichen Zeitpunkt für eine Entscheidung, wie der Konzern sich dabei aufstellen werde, nannte sie allerdings nicht.

Der Konzern baut im Joint Venture thyssenkrupp Uhde Chlorine bereits jetzt Standardmodule zur alkalischen Wasserelektrolyse. Merz sprach von einem weltweiten Marktpotenzial von mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr 2030.

Düsseldorf (Reuters) / Dow Jones Newswires

Bildquellen: thyssenkrupp AG

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