TeamViewer-Aktie profitiert von starken US-Branchenzahlen aus den USA
Starke Quartalszahlen zweier US-Softwarekonzerne lösen eine Kaufwelle aus, von der auch ein deutscher Fernwartungsspezialist profitiert.
Werte in diesem Artikel
- Softwarewerte in den USA liefern überraschend kräftige Zahlen ab
- Anlegersorgen um die Nachfrage nach Unternehmenssoftware schwinden
- IT-Konzern aus Deutschland fängt den Rückenwind auf
Die TeamViewer-Aktie zog am Donnerstag im Zuge einer breiteren Rally bei deutschen Softwarewerten an. Sie gewann via XETRA letztlich 6,71 Prozent auf 6,56 Euro. Auslöser waren starke Quartalsergebnisse von Salesforce und CrowdStrike in den USA, die Sorgen milderten, künstliche Intelligenz könnte die Nachfrage nach Unternehmenssoftware belasten. Am Freitag geht es weitere 3,00 Prozent auf 7,21 Euro nach oben.
US-Zahlen als Kurstreiber
Im US-Handel sprang die Salesforce-Aktie am Donnerstag an der NYSE letztlich um 22,58 Prozent auf 252,05 US-Dollar hoch, die Aktie von CrowdStrike legte im NASDAQ-Handel am selben Tag um 20,5 Prozent auf 227,96 US-Dollar zu. Salesforce meldete für das am 31. Juli 2026 beendete Quartal einen Umsatz von 11,35 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und hob die Jahresprognose an. Der breiter gefasste europäische Softwaresektor befindet sich seit einer sektorweiten Rallye Mitte August 2026 auf Erholungskurs, was der TeamViewer-Aktie zusätzlichen Rückenwind verlieh.
TeamViewer legt operativ zweigeteiltes Bild vor
Der letzte unternehmensspezifische Impulsgeber vor der Rally war der Ende Juli 2026 vorgelegte Quartalsbericht. TeamViewer erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 182,7 Millionen Euro, ein währungsbereinigter Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Annual Recurring Revenue lag bei 736,8 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 78,9 Millionen Euro, die Marge bei 43,2 Prozent. Der Nettogewinn im ersten Halbjahr 2026 stieg um 23 Prozent auf 64,3 Millionen Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie im Quartal lag bei 0,27 Euro. TeamViewer bestätigte die Jahresprognose 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 0 bis 3 Prozent gegenüber dem Pro-forma-Umsatz 2025 von 767,5 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 43 Prozent liegen. Das Geschäft mit Kleinkunden blieb dabei rückläufig, während sich das Enterprise-Geschäft beschleunigte. Die Enterprise-ARR wuchs währungsbereinigt um 8,3 Prozent, im höchstwertigen Segment mit mehr als 200.000 Euro ARR sogar um 11 Prozent. Zusätzlich kündigte das Unternehmen eine mehrjährige Partnerschaft mit ServiceNow für agentenbasierte IT-Workflows an.
Analysten positiv bis abwartend gegenüber der TeamViewer-Aktie
Sechs TipRanks-Analysten bewerten die TeamViewer-Aktie im Mittel mit einem Kursziel von 6,64 Euro, wobei das höchste Kursziel bei 7,5 Euro und das niedrigste bei 5,70 Euro rangiert. Von den Analysten gibt einer eine Kaufempfehlung aus, während fünf den Titel mit "Halten" bewerten. Verkaufsempfehlungen liegen keine vor.
Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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