Stromhunger

Verhandlungen mit Chevron: Microsoft plant Milliarden-Kraftwerk für KI-Rechenzentren - Aktien reagieren


Verhandlungen mit Chevron: Microsoft plant Milliarden-Kraftwerk für KI-Rechenzentren - Aktien reagieren

Microsoft führt Exklusivgespräche mit Chevron und Engine No. 1 über ein vorgeschlagenes 7 Milliarden-Dollar-Erdgaskraftwerk in West-Texas. So reagiert der Markt.

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• Exklusivgespräche über Kraftwerksbau mit Chevron/Engine No. 1
• Kraftwerk mit ~2500 MW geplant
• Kosten: Rund sieben Milliarden US-Dollar

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Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, plant Microsoft gemeinsam mit dem Ölkonzern Chevron und dem Investor Engine No. 1 ein gigantisches Energieprojekt in West-Texas. Kern des Vorhabens ist ein eigenes Erdgaskraftwerk, das ausschließlich dazu dienen soll, einen neuen Rechenzentrum-Campus mit dem nötigen Strom für die wachsende KI-Infrastruktur zu versorgen.

Gigantische Kapazitäten im Herzen des Permian Basin

Das geplante Kraftwerk wird nach aktuellen Plänen rund sieben Milliarden US-Dollar kosten. Mit einer Leistung von zunächst 2.500 Megawatt wäre es eine der größten Anlagen ihrer Art in den USA. Als Standort ist das ressourcenreiche Permian Basin nahe der Grenze zu New Mexico vorgesehen. Technisch setzen die Partner dabei auf modernste Turbinen des Herstellers GE Vernova.

Strategische Umgehung des öffentlichen Stromnetzes

Hintergrund für diesen ungewöhnlichen Schritt ist der enorme Energiehunger der sogenannten "Hyperscaler". Um ihre Künstliche Intelligenz massiv auszubauen, suchen Konzerne wie Microsoft händeringend nach neuen Stromquellen. Durch den Bau eines eigenen Kraftwerks umgeht Microsoft langwierige und bürokratische Genehmigungsverfahren für normale Netzanschlüsse. Ein weiterer Vorteil: Das öffentliche Stromnetz wird nicht zusätzlich belastet, was den Preisdruck für private Haushalte mindert. Die Anlage soll bereits 2027 ans Netz gehen und bis 2030 ihre volle Kapazität erreichen.

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Allianz zwischen Tech-Giganten und Energiewirtschaft

Die Kooperation passt zur Strategie von Chevron: Der Ölkonzern hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, Kraftwerke direkt in der Nähe großer Rechenzentren bauen zu wollen. Gemeinsam mit Engine No. 1 positioniert sich Chevron damit als wichtiger Partner für die Tech-Branche. Für Microsoft ist das Projekt ein entscheidender Baustein, um im globalen KI-Wettlauf die nötige Versorgungssicherheit unabhängig von regionalen Netzengpässen zu garantieren.

Aktien reagieren unaufgeregt

Am Aktienmarkt wurden die Pläne von Microsoft und Chevron weitgehend unaufgeregt zur Kenntnis genommen. Die Microsoft-Aktie, die am Vortag im Zuge einer kräftigen Erholung des Gesamtmarktes rund drei Prozent an Wert gewonnen hatte, gab am Mittwoch an der NASDAQ 0,22 Prozent auf 369,37 US-Dollar nach. Chevron-Titel gaben 4,62 Prozent auf 197,34 US-Dollar nach, was aber eher geopolitischer Entspannung in der Konfliktregion Naher Osten zu schulden sein dürfte.

Claudia Stephan, Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: turtix / Shutterstock.com, Volodymyr Kyrylyuk / Shutterstock.com

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