Südzucker: Zucker contra Sprit

22.05.26 14:04 Uhr

SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


Südzucker: Zucker contra Sprit | finanzen.net

Südzucker hat mit den finalen Geschäftszahlen für 2025/26 die vorläufigen Werte bestätigt. Zumindest für den Jahresstart 2026/27 herrscht Optimismus.

Werte in diesem Artikel

Rückläufige Zahlen 2025/26 (per 28.2.), Stagnation 2026/27: Südzucker-Aktionäre sind dieser Tage wirklich nicht zu beneiden. Doch es gibt vielleicht noch Hoffnung. Für das Startquartal 2026/27 erwartet das Unternehmen nämlich eine deutliche Ergebnisverbesserung. Das steht im Einklang mit der Entwicklung der Spritpreise seit Beginn des Kriegs am Golf. So dürfte die Tochtergesellschaft CropEnergies als Bioethanol-Anbieter spürbar profitiert haben.

Sicher unsicher

Sie sind verwirrt? Wir kaufen ein U und lösen auf: Südzucker hat im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang auf knapp 8,4 Mrd. Euro (GJ 2024/25: 9,7 Mrd. Euro) verbucht. Das operative EBITDA verminderte sich auf 535 Mio. Euro (GJ 2024/25: 723 Mio. Euro). Für 2026/27 soll der Umsatz nun zwischen 8 und 8,4 Mrd. Euro, das operative EBITDA zwischen 480 und 680 Mio. Euro liegen. Das bedeutet beim Umsatz bestenfalls Stagnation, beim operativen EBITDA ist im Best Case dagegen ein Zuwachs um 27 Prozent drin.

Zucker contra Sprit

In das obere Ende der Zielrange für das operative EBITDA dürfte bereits das starke Q1 eingerechnet sein. Der angekündigte deutliche Ergebniszuwachs könnte nach unserer Einschätzung vorrangig auf das Preisniveau bei Biokraftstoffen zurückzuführen sein. Von März bis zum heutigen Tag lag dies deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Ob das operative EBITDA nun am oberen Ende erreicht oder sogar übertroffen werden kann, dürfte maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Spritpreise abhängen. Denn im Zuckermarkt bleibt das Geschäft wohl schwierig.

Fazit

Südzucker hat im vergangenen Geschäftsjahr einen kräftigen Verlust verbucht. Das bilanzielle Eigenkapital ist auf rund 3,5 Mrd. Euro (per 28.2.2025: 4,0 Mrd. Euro) gesunken. Ob es unterm Strich tatsächlich wieder schwarze Zahlen geben wird, ist aktuell noch offen. Rein technisch ist die aktuelle Konstellation aber nicht uninteressant: Das Papier könnte jetzt die Formation einer Bullenflagge abschließen, die von sinkenden Hoch- bei gleichzeitig sinkenden Tiefpunkten begleitet wird. Diese Bewegung, analog eines abwärtsgerichteten Trendkanals, kann sich zwar noch fortsetzen, dürfte dann aber zu einem Ausbruch nach oben führen.

Spannend ist auch der Newsflow bei NAGA, was sich bei der Aktie in einer rasanten Berg- und Talfahrt niedergeschlagen hat. Kann das Unternehmen seine ehrgeizigen Pläne umsetzen, dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein: zum Artikel

Erfreuliches gibt es für die Aktionäre von Pyrum, denn das Unternehmen hat von einem Kunden den Ritterschlag bekommen. Ein wichtiger Meilenstein beim Rollout der innovativen Technologie: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.440 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 16.05.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellung am 22.05.26 um 12:17 Uhr.

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

 

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps