Aktien von Alphabet, Meta & Amazon: Citi sieht Milliarden-Cashflow-Loch ab 2027
Citi rechnet 2027 mit einem Kapitalbedarf, der selbst die drei Kassenriesen Alphabet, Meta und Amazon ins Minus treibt.
Werte in diesem Artikel
- Citi sieht bei drei Konzernen 2027 zusammen 801 Milliarden US-Dollar Ausgaben
- Alle drei Konzerne rutschen laut Citi 2027 und 2028 in einen negativen Cashflow
- Meta erhält die stärkste Anhebung auf rund 205 Milliarden US-Dollar für 2027
Die US-Bank Citi sieht laut Investing.com bei den größten Technologiekonzernen einen historischen Investitionsschub anrollen, der ein finanzielles Risiko mit sich bringt: Bei Alphabet, Meta und Amazon könnte der freie Cashflow ab 2027 zwei Jahre in Folge ins Minus rutschen. Vergangene Woche hob Citi in einer Studie die kombinierten Kapitalausgaben der drei Konzerne für 2027 auf zusammen rund 801 Milliarden US-Dollar an, mehr als jede frühere Schätzung des Bankhauses.
Anleger reagieren entspannt: An der NASDAQ steigt die Alphabet-Aktie am Montag zeitweise um 2,96 Prozent auf 356,36 US-Dollar. Daneben gewinnen die Papiere von Meta 0,32 Prozent auf 648,05 US-Dollar, während die von Amazon um 1,55 Prozent auf 251,06 US-Dollar zulegen.Citi schraubt die Ausgabenschätzungen kräftig nach oben
Für Alphabet hebt Citi die Prognose für 2027 um etwa 21 Prozent auf rund 308 Milliarden US-Dollar an. Bei Meta wächst die Schätzung um rund 22 Prozent auf ungefähr 205 Milliarden US-Dollar, getrieben von einem Ziel von etwa 14 Gigawatt an Rechenkapazität. Amazon soll nach der neuen Citi-Prognose 2027 rund 288 Milliarden US-Dollar investieren, ein Plus von etwa 12 Prozent gegenüber der vorherigen Schätzung.
Freier Cashflow rutscht ins Minus
Die Kehrseite der Investitionswelle: Citi rechnet für alle drei Konzerne 2027 und 2028 mit einem negativen freien Cashflow. Die Bank ordnet das Ausgabenprogramm nicht als Warnsignal ein, sondern als bewusste strategische Wette auf anhaltend starke Nachfrage nach Rechenzentren und Chips. Dass drei der profitabelsten Unternehmen der Welt gleichzeitig in die roten Zahlen beim Cashflow rutschen sollen, markiert dennoch eine deutliche Verschiebung im Finanzprofil der gesamten Tech-Branche.
Wachstum in der Cloud bleibt Citis Gegenargument
Trotz der Warnung vor dem freien Cashflow bleibt Citi für das laufende Geschäft optimistisch. Für Google Cloud erwartet die Bank 2027 ein Umsatzplus von rund 93,5 Prozent auf etwa 190 Milliarden US-Dollar, erstmals inklusive der Erlöse aus eigenen KI-Chips. Für Amazon Web Services rechnet Citi 2027 mit einem Wachstum von rund 40 Prozent, nach voraussichtlich rund 33,5 Prozent im laufenden Jahr. Auch bei Werbung und E-Commerce sieht die Bank auf Basis eigener Gespräche mit Marktteilnehmern Rückenwind für das zweite und möglicherweise dritte Quartal.
Alphabet, Meta und Amazon legen in den kommenden Wochen ihre Zahlen zum zweiten Quartal vor. Dort dürfte die eigentliche Debatte erst beginnen: wie das jeweilige Management den Anlegern die Rendite auf ein Investitionsprogramm erklärt, das inzwischen jährlich in die Hunderte Milliarden geht.
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|---|---|---|---|
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| 18.06.26 | Amazon Buy | Jefferies & Company Inc. | |
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