Thyssenkrupp nucera: Ein neuer Wachstumstreiber
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Thyssenkrupp nucera will mit einem eigenen Montagezentrum in Portugal die Montage seiner Elektrolysezellen beschleunigen. Wie groß der Effekt ausfällt, lässt das Unternehmen aber offen.
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thyssenkrupp nucera holt einen Arbeitsschritt ins eigene Haus, der bislang bei den Kunden lag. In Portugal entsteht ein zentrales Montagezentrum für Elektrolysezellen, das das Unternehmen erstmals selbst betreibt. Der Mietvertrag für die mehr als 7.500 Quadratmeter große Halle ist unterschrieben, der Bau soll im Winter 2026 beginnen. Danach wird eine Montagelinie eingerichtet, die Zellmontage soll 2028 anlaufen.
Montage wandert vom Kunden zum Hersteller
Bisher werden die Zellelemente für scalum, die standardisierte Einheit der alkalischen Wasserelektrolyse mit 20 Megawatt, in Werkstätten der Kunden von Hand zusammengesetzt und anschließend am Projektstandort installiert. Das kostet Zeit je Zelle und begrenzt die Kapazität. Im neuen Zentrum sollen teilautomatisierte Abläufe dafür sorgen, dass mehrere Zellen parallel bearbeitet werden können. Kunden erhalten fertige Zellpakete und müssen keine eigene Montageinfrastruktur mehr vorhalten, was auch den späteren Austausch von Zellen vereinfachen soll.
Begrenztes Volumen, Wirkung erst ab 2028
Die Investition beziffert thyssenkrupp nucera auf 10 bis 14 Mio. Euro, die portugiesische Regierung fördert das Vorhaben mit rund 3,7 Mio. Euro. Das Volumen ist aber noch begrenzt, operative Effekte sind frühestens ab 2028 zu erwarten. Um wie viel Kapazität und Durchlaufzeiten sich verbessern, lässt das Unternehmen offen, die Rede ist lediglich von einem signifikanten Anstieg. Strategisch ist der Schritt dennoch positiv zu werten. Wer die Montage standardisiert und kontrolliert, wird unabhängiger von den Gegebenheiten beim einzelnen Kunden und kann Montage und Service enger verzahnen.
Aktie über allen drei Durchschnittslinien
An der Börse legte die Aktie mit den Neuigkeiten im Gepäck weiter zu und erreichte den höchsten Stand seit Juni. Ausgangspunkt der Erholung ist das Tief von Ende Juni im Bereich von 7 Euro. Seitdem hat sich der Kurs schrittweise nach oben gearbeitet, im September gelang der Sprung über die 200-Tage-Linie. Die 50-Tage-Linie bei 8,04 Euro steigt und hat zuletzt die 100-Tage-Linie bei 7,93 Euro von unten nach oben gekreuzt, was ebenfalls ein positives Chartsignal liefert.
Die Indikatoren stützen das Bild. Der MACD liegt mit 0,20 über seiner Signallinie und über der Nulllinie, das Momentum ist positiv. Der RSI notiert bei 63 und damit unterhalb der überkauften Zone, die er im September fast erreicht hatte. Auffällig hohe Umsätze begleiten den Anstieg bislang nicht, was die Aussagekraft der Bewegung etwas einschränkt.
Die nächste Hürde liegt zwischen 9,00 und 9,20 Euro, wo die Aktie im Mai und Anfang Juni mehrfach abgedreht hat. Nach unten sichert zunächst die 200-Tage-Linie bei 8,30 Euro ab. Die Erholung ist intakt, eine Bestätigung liefert aber erst ein Schlusskurs oberhalb der Widerstandszone.
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Erstellung am 06.10.26 um 15:19 Uhr.
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