K+S: Ab 2027 droht heftiger Gegenwind
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Für K+S ist die Sonderkonjunktur am Düngemittelmarkt offenbar schon wieder vorbei, und vor dem dritten Quartal rechnen Analysten sogar mit einem Verlust. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte ein Faktor sein, der erst ab 2027 richtig durchschlägt.
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In den vergangenen drei Wochen hat die Aktie von K+S rund 15 Prozent verloren. Die Sonderkonjunktur infolge steigender Preise für Düngemittel durch den Krieg am Golf ist offensichtlich vorbei. Das sehen wohl die Analysten von Berenberg ähnlich. Diese hoben zwar zuletzt das Kursziel auf 13 Euro (zuvor: 11,40 Euro) an, bestätigten aber das Rating „Sell“.
Überangebot droht
So rechnen die Berenberg-Analysten zunächst mit stützenden Effekten durch kurzfristig höhere Kalipreiserwartungen. Ab 2027 jedoch soll es wieder ein Überangebot an Kali geben. Übersteigt das Angebot die Nachfrage, sinkt in der Regel auch der Preis. Die Einschätzung von Berenberg ist nicht aus der Luft gegriffen: Seit Anfang der zweiten Jahreshälfte 2026 hat Belaruskali, der größte Kalihersteller aus Belarus, die Produktion wieder hochgefahren und US-Präsident Trump kündigte zudem einen Deal mit Belarus über die Lieferung von Kali an.
Zurückhaltung vor Q3
Die Ergebniserwartungen der Analysten für das dritte Quartal bei K+S, das die Nordhessen am 10. November vorlegen, sind im Schnitt bereits wieder unter null. Demnach wird jetzt mit einem kleinen Nettoverlust gerechnet. Zur Erinnerung: Im August hatte das Unternehmen aufgrund eines starken zweiten Quartals das Jahresziel beim EBITDA noch auf 680 bis 760 Mio. Euro (zuvor: 680 bis 730 Mio. Euro) angehoben.
Fazit
Bei der Aktie von K+S ist das positive Momentum völlig verloren gegangen. Die Sonderkonjunktur für Harnstoffe und Düngemittel ist so schnell zu Ende gegangen, wie sie im März begonnen hatte. Das Unternehmen kann dafür nichts, muss aber mit den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen klarkommen. Wettbewerber Yara aus Norwegen geht es da nicht besser. Technisch könnte der Abschwung durch die bei knapp 14,80 Euro verlaufende 200-Tage-Linie kurzfristig gebremst werden, für ein schnelles Comeback der Aktie gibt es aktuell aber weder fundamentale noch technische Signale.
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Erstellung am 02.10.26 um 09:06 Uhr.
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