LEG Immobilien: Ist die Lage besser als die Stimmung?
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Die Aktie von LEG Immobilien findet keinen Halt. Steigende Zinsen und der Ruf nach Vergesellschaftung von Wohnbeständen lasten wie ein Mühlstein auf dem Kurs.
Werte in diesem Artikel
Der Aktienkurs von LEG Immobilien hat seit Jahresbeginn mehr als 25 Prozent eingebüßt. Für Investoren des Düsseldorfer Wohnimmobilienunternehmens ist das nichts Neues, denn auch im Jahr 2025 verlor der Anteilschein schon rund 25 Prozent an Wert. Zum Vergleich: Im September 2024 kostete das Papier noch gut 96 Euro. Tendenziell steigende Zinsen und Vergesellschaftungsfantasien bezüglich Wohnbeständen belasten schon länger das Umfeld für Immobilienaktien mit Fokus auf den Wohnungssektor. Die Stimmung ist am Boden.
Verkraftbare Mehrbelastung
Dass Wohnraum in den Metropolen unverändert Mangelware ist und den Anbietern von Wohnimmobilien doch eigentlich in die Karten spielen sollte, ist an der Börse in den Hintergrund gerückt. Zumindest beim Thema Zinsen ist CEO Lars von Lackum relativ entspannt. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa-AFX bezifferte er den aktuellen durchschnittlichen Fremdfinanzierungssatz auf 1,8 Prozent. Bei einem jährlichen Refinanzierungsbedarf von rund 1 Mrd. Euro sieht er durch die jüngsten Zinsanstiege eine verkraftbare Mehrbelastung von 20 oder 30 Mio. Euro.
Hoffen auf die Bundesregierung
Allerdings haben die gestiegenen Zinsen noch einen Nebeneffekt: Denn während Portfolios bis zu 5 Mio. Euro laut dem CEO weiterhin gut veräußerbar sind, zeigt der Markt für größere Transaktionen kaum Bewegung. Die Enteignungsdebatte in der Bundeshauptstadt sieht von Lackum aber mit großer Sorge und hofft, dass die Bundesregierung per Gesetz Vergesellschaftung in den Bundesländern unterbinden wird.
Fazit
Zahlen spielen bei Unternehmen im Bereich der Wohnimmobilien derzeit nicht die erste Geige. Der EPRA-NTA von LEG, der den Nettovermögenswert auf Basis der materiellen Vermögenswerte wiedergibt, lag per 30. Juni 2026 bei 10,5 Mrd. Euro, das Eigenkapital bei rund 8,9 Mrd. Euro. Dem steht eine Börsenbewertung von gerade einmal 3,5 Mrd. Euro gegenüber. Hier dürfte demnach schon viel Risiko bezüglich der Zinsentwicklung eingepreist sein. Dennoch: Da die Aktie technisch noch auf Bodensuche ist und die Gefahr weiterer Zinserhöhungen noch im Raum steht, drängen sich Engagements bei Wohnimmobilienaktien im Allgemeinen und LEG Immobilien im Besonderen noch nicht auf.
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Erstellung am 01.10.26 um 9:14 Uhr.
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