Wacker Chemie: Abwärtstrend hält noch


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Wacker Chemie: Abwärtstrend hält noch

Nach der Kappung der Mittelfristziele bekommt Wacker Chemie Unterstützung aus der eigenen Branche. Für einen Befreiungsschlag der Aktie fehlt aus charttechnischer Sicht aber noch eine entscheidende Zutat.

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Vor knapp drei Wochen hat Wacker Chemie die mittelfristigen Ziele bis 2030 zurückgenommen. Das Umsatzziel von rund 10 Mrd. Euro im Jahr 2030 ist ersatzlos gestrichen und die EBITDA-Marge soll nun nur noch bis auf etwa 15 Prozent (zuvor: 20 Prozent) im Jahr 2030 steigen. Aus der Branche kamen zuletzt dagegen wieder positive Signale.

Abwärtstrend intakt

Das Ifo-Geschäftsklima für die Chemie ist im September erneut gestiegen. Laut den Volkswirten des Ifo-Instituts profitiert die Branche vom Krieg am Golf, positive Signale kommen aber wohl auch von der Binnennachfrage. Der Aktie von Wacker könnte dies trotz der gesenkten Mittelfristziele wieder Schub geben. Doch noch befindet sich das Papier in einem technischen Abwärtstrendkanal, dessen Oberseite ausgehend vom Jahreshoch bei rund 105 Euro im Juni derzeit bei gut 92 Euro verläuft.

Impulse vom Q3 fraglich

Ob die positiven Signale aus der Chemie-Industrie stark genug sind, um den Abwärtstrend zu brechen, dürften die kommenden Handelstage zeigen. Ohne die Hilfe von einem starken Gesamtmarkt rechnen wir zunächst aber nicht mit einem Ausbruch. Am 29. Oktober stehen dann die Q3-Zahlen von Wacker auf der Agenda. Die Analysten von Jefferies kalkulieren mit einem EBITDA im Q3 von 212 Mio. Euro. Einem robusten Geschäft in der klassischen Chemie sollen jedoch bremsende Effekte im Solar- und Polysiliziumsegment entgegenstehen. Wacker selbst kalkuliert für das Gesamtjahr mit einem EBITDA von 625 bis 750 Mio. Euro.

Fazit

Die Wacker-Aktie ist unverändert im Abwärtstrend. Daher dürfte das kurzfristige Aufwärtspotenzial bei rund 92 Euro enden. Hier verläuft die Oberseite des Trendkanals. Nach unten sichert die 200-Tage-Linie bei aktuell knapp 87 Euro das Papier ab. Die untere Begrenzung des Trendkanals verläuft indes eine Etage tiefer bei aktuell gut 78 Euro. Mit einem Test dieser Linie rechnen wir kurzfristig aber nicht. Vielmehr spricht das derzeitige Chartbild bis zur Vorlage der Q3-Zahlen für eine Seitwärtsbewegung. Daher drängen sich weder auf der Long- noch auf der Short-Seite kurzfristige Trades an.

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Erstellung am 05.10.26 um 11:15 Uhr.

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