Trump: Öffnung der Straße von Hormus nicht unsere Sache


WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Die USA wollen die Öffnung der vom Iran weiterhin blockierten Straße von Hormus anderen Ländern überlassen. Die USA hätten mit dem Problem - eine Folge des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran - "nichts zu tun", sagte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Ob und wann eine Durchfahrt der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge wieder möglich sein wird, ist jedoch völlig ungewiss. Derweil setzt der Iran gut einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss auf die benachbarten Golfstaaten mit Raketen und Drohnen fort.

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In Kuwait wurden Treibstofftanks am internationalen Flughafen durch Drohnen getroffen, wie die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen entstand nur Sachschaden. Vor der Küste Katars geriet ein Tanker unter Beschuss. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb der Wasseroberfläche entstanden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas. Von dort bringen Schiffe ihre Fracht über die strategisch wichtige Straße von Hormus auf den Weltmarkt. Der Iran hat mit den Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Preise für Rohöl und Flüssiggas sind seither deutlich angestiegen.

Wegen Irans fast kompletter Blockade hatte Trump Nato-Partner um Hilfe bei der militärischen Absicherung der Meerenge gebeten. Weil sie dem nicht nachkamen, kritisierte er die Verbündeten wiederholt scharf. Trump bekräftigte nun, dass es nach Ende der US-Angriffe Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Straße von Hormus zu bekommen. Frankreich oder andere Länder wären in der Lage, "für sich selbst zu sorgen", sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und sich um sich selbst kümmern. "Wir haben keinen Grund, das zu tun", sagte Trump.

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Die USA importieren verhältnismäßig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs - doch steigende Weltmarktpreise treffen alle Länder. Das setzt auch Trump und seine Republikaner unter Druck, zumal im November die Zwischenwahlen zum US-Kongress anstehen./ln/DP/zb

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