PUMA-Aktie nach Quartalszahlen schwächer: adidas-Rivale verringert Verlust dank Zollrückerstattung deutlich
PUMA hat im zweiten Quartal trotz eines fast zweistelligen Umsatzrückgangs den Verlust reduziert und die Margen verbessert.
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Dabei profitierte der Herzogenauracher Sportartikelhersteller unter anderem von einer Zollrückerstattung. Die Ergebnisse waren besser als die Markterwartungen.
Für die Ziele im Gesamtjahr sieht sich der im MDAX notierte Sportartikelhersteller auf Kurs. Sie sehen unter anderem einen EBIT-Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro sowie einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich vor. Die Konsensschätzung für den EBIT-Verlust im Gesamtjahr liegt derzeit bei 78 Millionen Euro. Der Ausblick berücksichtige nun mögliche Auswirkungen des Nahostkonflikts und der US-Zölle, teilte PUMA mit
"Nach einem soliden ersten Quartal und einem erwartungsgemäß schwächeren zweiten Quartal rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2026. Das stimmt uns für die weitere Entwicklung des Gesamtjahres zuversichtlich und wir bestätigen unseren Ausblick", sagte CEO Arthur Hoeld. Die Nummer 3 der börsennotierten Sportartikelhersteller weltweit befindet sich derzeit in einem Restrukturierungsprozess unter dem neuen CEO.
Im Zeitraum April bis Juni sank der Umsatz währungsbereinigt um 9,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro von 1,87 Milliarden im Vorjahr, geschätzt worden waren 1,67 Milliarden im Vara-Research-Konsens.
Der EBIT-Verlust belief sich auf 53,1 Millionen Euro verglichen mit einem Verlust von 109 Millionen Euro im Vorjahr. Die Schätzung lag bei minus 69 Millionen. Darin enthalten sind Effekte aus Zollrückerstattungen von 11,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrug minus 3,1 Prozent nach minus 5,8, geschätzt worden waren minus 4,1.
Nach Steuern und Dritten ergab sich ein Verlust von 72,8 Millionen Euro verglichen mit minus 247 Millionen Euro im Vorjahr und geschätzten minus 99 Millionen. Je Aktie betrug der Verlust 0,49 Euro nach minus 1,67 Euro im Vorjahr, die Schätzung lautete auf minus 0,67 Euro.
2026 soll für PUMA ein "Reset-Jahr" werden, nach einem Übergangsjahr 2025. Der Konzern will ab 2027 wieder profitables Wachstum liefern.
2025 war durch den bewussten Rückzug aus niedrigpreisigen Vertriebskanälen, hohe Einmalzahlungen für Personalabbau sowie Belastungen durch Zölle und ungünstige Wechselkurse geprägt. Auch für 2026 stellt sich der Konzern auf ein weiteres Übergangsjahr mit Verlust ein, aber der operative Verlust soll sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern.
So reagiert die PUMA-Aktie
Die Aktien von PUMA haben am Freitag auf Zahlen für das zweite Quartal negativ reagiert. Zuletzt verloren sie am MDAX-Ende 2,13 Prozent auf 27,60 Euro. Sie stehen damit unter der 21- und der 50-Tage-Linie für den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend. PUMA verlor weiter an Umsatz und bleibt in den roten Zahlen.
Von JPMorgan hieß es, die Resultate seien weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Sie zeigten, dass der Sportartikelhersteller in einem Übergangsjahr auf dem richtigen Weg sei. Es könnte den Markt aber etwas enttäuschen, dass Puma zum gegenwärtigen Zeitpunkt sich keine höheren Ziele gesetzt habe.
DOW JONES / dpa-AFX
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 17:31 | PUMA SE Halten | DZ BANK | |
| 04.08.26 | PUMA SE Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 03.08.26 | PUMA SE Sector Perform | RBC Capital Markets | |
| 03.08.26 | PUMA SE Neutral | UBS AG | |
| 31.07.26 | PUMA SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. |
