ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Kriegsbedingte Unsicherheit bremst deutsche Produktion

Die deutsche Produktion wird nach Aussage von Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, durch die vom Iran-Krieg ausgehenden Unsicherheiten gebremst. "Produktionskosten sind gestiegen, weshalb Kapazitäten kaum besser ausgelastet werden dürften. Es sieht eher danach aus, dass Aufträge nur langsam abgearbeitet werden", schreibt er in einem Kommentar. Die gestiegenen Energiepreise lasteten auf den Gewinnmargen, was die Investitionsbereitschaft dämpfe. Je länger es an der Straße von Hormus stocke, desto größer seien die Produktionseinbußen. "Das Fiskalpaket bleibt eine grundsätzlich wichtige Produktionsstütze. Mangels Reformen dürften Unternehmen einen kritischen Blick auf den hiesigen Produktionsstandort behalten", prognostiziert Krüger.

Produktionsprobleme in Deutschland dürften anhalten

Die Schwäche der deutschen Industrieproduktion könnte sich bis ins zweite Quartal fortsetzen, schreibt Ralph Solveen in einem Kommentar. Die Produktion ist im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gefallen, entgegen den Prognosen für einen Anstieg von 0,5 Prozent. "Nach den starken Zahlen zu den Auftragseingängen vom Vortag waren die heutigen Produktionsdaten enttäuschend", so Solveen. Der Rückgang im März bedeute, dass der Industriesektor im ersten Quartal einen Rückgang von mehr als 1 Prozent verzeichnet habe, was zu einer Abwärtskorrektur der BIP-Zahlen für den Zeitraum führen könnte. Steigende Energiekosten und die anhaltende Unsicherheit für die Unternehmen hätten die Stimmung bereits stark getrübt und dürften die Produktion auch in Zukunft belasten, meint Solveen.

IWF: KI-Bedrohung könnte Finanzmärkte auf den Kopf stellen

Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) können aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Widerstandsfähigkeit der Märkte gegenüber Cyberbedrohungen stärken, doch die Technologie sei mittlerweile auch in der Lage, einen makrofinanziellen Schock auszulösen. Die Analyse des IWF deutet darauf hin, dass extreme Verluste durch einen Cybervorfall Finanzierungsengpässe auslösen könnten. Zudem könnten sie Solvenzsorgen wecken und breitere Märkte stören. Dies reiht sich in die Vielzahl von Bedenken ein, die von Behörden in den USA, der EU und anderswo geäußert wurden.

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EZB-Chefin Lagarde skeptisch gegenüber Euro-Stablecoins

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich skeptisch zum Nutzen von Euro-Stablecoins geäußert. Bei einer Konferenz in Spanien wies sie auf Zielkonflikte hin, die sich aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) ergeben würden und die die Finanzstabilität und die Transmission der Geldpolitik betreffen.

Irans Flotte von kleinen Booten macht US-Marine zu schaffen

Der jüngste Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran verdeutlicht ein anhaltendes militärisches Problem: Teherans Flotte kleiner, schneller Angriffsboote, die die US-Marine bedrängen und die Handelsschifffahrt ins Visier nehmen. US-Luftangriffe zerstörten zu Beginn der amerikanischen und israelischen Kampagne viele der größeren Kriegsschiffe des Iran. Der Iran verfügt jedoch weiterhin über eine beträchtliche Anzahl kleinerer Boote, die mit schultergestützten Raketen und Maschinengewehren bewaffnet oder zum Auslegen von Seeminen eingesetzt werden können.

China schlägt Alarm nach Angriff auf Tanker

Das chinesische Außenministerium hat erklärt, dass sich chinesische Staatsangehörige unter der Besatzung eines Öltankers befanden, der diese Woche in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen wurde. Peking brachte zugleich seine Besorgnis über die zunehmenden Risiken für die Handelsschifffahrt in der Region zum Ausdruck. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, erklärte, dass sich chinesische Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes befanden, das am Montag von Iran getroffen wurde. "Bislang wurden keine Opfer unter der Besatzung gemeldet", sagte er bei einer regulären Pressekonferenz.

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+++ Konjunkturdaten +++

Taiwan Exporte Apr +39,0% gg Vorjahr (PROG +58,0%)

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 08, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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