Verdi kündigt neue bundesweite Warnstreiks im Handel an

03.06.26 14:51 Uhr

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi ruft in den laufenden Tarifverhandlungen im Handel erneut zu bundesweiten Warnstreiks auf. Betroffen seien am Donnerstag und am Freitag Betriebe und Unternehmen im Einzel- sowie im Groß- und Außenhandel in allen Bundesländern, wie die Gewerkschaft mitteilte. In mehreren Städten sind große Streikkundgebungen geplant - am Donnerstag in Kiel sowie am Freitag in Erfurt, Berlin, Bochum und Saarbrücken.

In einigen Bundesländern hatte die Arbeitgeberseite zuletzt Tarifangebote vorgelegt, die Verdi jedoch zurückwies. Die Offerten seien "schlicht unverschämt", sagte Vorständin Silke Zimmer. Die Handelskonzerne stünden wirtschaftlich hervorragend da, dennoch sollten die Beschäftigten mit Lohnverlusten abgespeist werden. "Das ist eine bodenlose Frechheit", so Zimmer. Mit den Streiks will die Gewerkschaft die Arbeitgeber dazu bringen, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

Mitte Mai bereits mehr als 200 Betriebe bestreikt

Mitte Mai hatte Verdi in der laufenden Tarifrunde im Handel zu den ersten bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen mehr als 5.000 Beschäftigte an den befristeten Arbeitsniederlegungen teil. Bestreikt wurden mehr als 200 Standorte, darunter Filialen von Edeka, Kaufland, Douglas, H&M (HennesMauritz AB (HM, H&M)) und Ikea.

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben zuletzt in einzelnen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Hamburg im Einzelhandel ab November eine Erhöhung um zwei Prozent angeboten und ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent - bei einer Laufzeit von zwei Jahren.

HDE sieht "kaum Spielraum"

Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel waren im April in den ersten Landesbezirken gestartet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte im Vorfeld angekündigt, angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gebe es "dieses Mal kaum Spielraum" für Lohnerhöhungen.

Im Handel arbeiten laut Verdi hierzulande rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die vorigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025. Die Tarifbindung in der Branche ist seit Jahren rückläufig und vergleichsweise gering./cr/DP/men

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Analysen zu Hennes & Mauritz AB (H & M, H&M)

DatumRatingAnalyst
30.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) Sector PerformRBC Capital Markets
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) HoldDeutsche Bank AG
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightBarclays Capital
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightJP Morgan Chase & Co.
25.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst
30.01.2025HennesMauritz AB (HM, H&M) BuyUBS AG
02.12.2024HennesMauritz AB (HM, H&M) BuyUBS AG
25.11.2024HennesMauritz AB (HM, H&M) BuyDeutsche Bank AG
13.11.2024HennesMauritz AB (HM, H&M) BuyUBS AG
05.11.2024HennesMauritz AB (HM, H&M) OutperformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
30.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) Sector PerformRBC Capital Markets
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) HoldDeutsche Bank AG
25.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) NeutralUBS AG
25.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) HoldDeutsche Bank AG
25.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightBarclays Capital
26.06.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightJP Morgan Chase & Co.
21.05.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightBarclays Capital
20.05.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) SellGoldman Sachs Group Inc.
20.05.2026HennesMauritz AB (HM, H&M) UnderweightJP Morgan Chase & Co.

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