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VW-Aktie und Co. fester: Autobauer profitieren von Annäherung im Zollstreit mit China


VW-Aktie und Co. fester: Autobauer profitieren von Annäherung im Zollstreit mit China

Eine Annäherung im europäisch-chinesischen Zollstreit hat Europas Autoaktien am Montag deutliche Gewinne beschert.

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Beide Seiten wollen miteinander verhandeln, wie bereits am Samstag bekannt geworden war. Zuvor hatte die EU-Kommission Pläne veröffentlicht, nach denen chinesische E-Autos mit zusätzlichen Strafzöllen belegt werden sollen, sofern keine andere Lösung mit China gefunden werden sollte. Die EU wirft Peking vor, batteriebetriebene Modelle unfair zu subventionieren.

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Um die Mittagszeit legte der europäische Autosektor um 1,4 Prozent zu. Damit erholte er sich nach dem jüngsten Rücksetzer weiter von seinem Mitte Juni erreichten Tief seit Anfang Februar und belegte den ersten Platz im marktbreiten Stoxx Europe 600. Das charttechnische Bild für das Branchenbarometer könnte sich nun wieder etwas aufhellen, der Abwärtstrend seit April gebrochen werden. Der viel beachteten 200-Tage-Linie, die den langfristigen Trend beschreibt, näherte sich der Kurs wieder an.

Besonders deutliche Kursgewinne verzeichneten zu Wochenbeginn die Aktien der deutschen Autobauer. Im DAX belegten BMW, Porsche AG, Volkswagen (VW) Mercedes-Benz mit Aufschlägen von 1,7 bis 3 Prozent vordere Plätze. Bei den französischen Herstellern verteuerten sich Stellantis um 1,5 Prozent, wogegen es bei den gut gelaufenen Renault-Papieren nur für ein minimales Plus reichte.

Analyst Gianmarco Migliavacca von der US-Investmentgesellschaft Neuberger Berman nannte die geplanten Gespräche einen "Schritt in die richtige Richtung". Er erinnerte nochmals daran, dass chinesische Vergeltungszölle vor allem den deutschen Herstellern schaden würden. Diese hätten zwar Gemeinschaftsunternehmen in China, die für den lokalen Markt produzierten. Doch sie exportierten auch durch die Bank Premium-Fahrzeuge nach China, die einen großen Teil ihrer Einnahmen ausmachten. Bei BMW stünden die China-Ausfuhren für etwa 9 Prozent und bei Mercedes-Benz und VW für bis zu 12 Prozent der Erlöse.

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Dagegen seien Volumenproduzenten wie Renault und Stellantis vergleichsweise wenig in China engagiert, so der Experte weiter. Sie könnten sogar von den angekündigten EU-Zölle auf chinesische Importe nach Europa profitieren.

Im bisherigen Jahresverlauf stehen bei den meisten europäischen Autotiteln Kursverluste zu Buche - die Ausnahmen sind Mercedes-Benz und mehr noch Renault. Ob Verhandlungen zwischen der EU und China die Streitpunkte aus dem Weg räumen und für eine dauerhafte Erholung bei den Kursen der Autoaktien sorgen können, bleibt abzuwarten. Börsianer verwiesen hier auch auf einen skeptischen "Handelsblatt"-Bericht. Unter Berufung auf Kommissionskreise heißt es dort, man zweifle an Chinas Bereitschaft, seine Subventionspolitik grundsätzlich zu ändern.

/gl/ajx/mis

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: Sean Gallup/Getty Images, josefkubes / Shutterstock.com

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21.09.26 Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Neutral UBS AG
16.09.26 Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
14.09.26 Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Market-Perform Bernstein Research

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