Vor den Zahlen

Amazon-Aktie vor den Zahlen: Ist eine 4-Billionen-Dollar-Bewertung bis 2027 drin?


Amazon-Aktie vor den Zahlen: Ist eine 4-Billionen-Dollar-Bewertung bis 2027 drin?

Ein Analyst traut der Amazon-Aktie binnen eines Jahres einen Wertzuwachs von 50 Prozent zu, doch der Weg zur Marke von 4 Billionen US-Dollar hat einen Haken.

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Aktien

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  • Analyse hält für Amazon 4 Billionen US-Dollar bis 2027 für denkbar
  • Treiber wären das schnelle AWS-Wachstum und der KI-Boom
  • Hohe KI-Investitionen drücken jedoch kurzfristig auf die Marge
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Amazon-Aktie im Fokus

Kann Amazon schon bald einen Börsenwert von 4 Billionen US-Dollar erreichen? Kurz vor den Quartalszahlen am 30. Juli treibt diese Frage die Anleger um. Eine Analyse der Investmentplattform The Motley Fool skizziert, wie die Aktie diesen Sprung schaffen könnte, dämpft aber zugleich die Erwartungen. Derzeit wird der Konzern mit rund 2,5 Billionen US-Dollar (Stand: 27.07.2026) bewertet.

So könnte der Weg zu 4 Billionen aussehen

Rechnerisch müsste die Aktie laut der Analyse binnen zwölf Monaten etwa 50 Prozent zulegen, um die Marke zu knacken. Das setzt voraus, dass der Nettogewinn bei gleichbleibendem KGV ähnlich kräftig steigt. 2025 legte er um 31 Prozent zu, ein erneutes Plus in dieser Größenordnung gilt als machbar, die vollen 50 Prozent aber als ambitioniert. Der breite Analystenkonsens ist vorsichtiger und sieht eher ein Kursplus von etwa 30 Prozent, was einem Börsenwert von knapp 3,5 Billionen US-Dollar entspräche.

AWS und KI als Wachstumsmotor für Amazon

Die größte Fantasie steckt im Cloud- und KI-Geschäft. Amazon Web Services ist der Analyse zufolge der weltweit größte Cloud-Anbieter mit einem Marktanteil von fast 30 Prozent, und das Wachstum zieht wieder an: Im ersten Quartal 2026 stieg der AWS-Umsatz um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das schnellste Tempo seit 15 Quartalen. Auch die KI-Bausteine des Konzerns legen rasant zu. Das nach wie vor dominierende Onlinehandelsgeschäft steuert weiter zweistelliges Wachstum bei, womit Amazon inzwischen zu den umsatzstärksten Unternehmen der Welt zählt.

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Der Haken: KI kostet Marge

Gegen einen schnellen Sprung spricht die Ausgabenseite. Für das zweite Quartal stellt das Management nur einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses in Aussicht, weil die milliardenschweren Investitionen in den KI-Ausbau auf den Gewinn drücken. Das Unternehmen wertet das als kurzfristige Belastung zugunsten eines langfristigen Nutzens. Kurzfristig aber, so die Analyse, dürfte die Aktie ohne ein deutlich höheres KGV nur begrenztes Potenzial haben, solange die Gewinne unter Druck stehen. Gemessen am Gewinn der vergangenen zwölf Monate notiert der Titel der Analyse zufolge mit weniger als dem 30-Fachen nahe einem Mehrjahrestief, was etwas Luft nach oben lasse.

Ob die Marke von 4 Billionen US-Dollar realistisch ist, hängt damit vor allem daran, wie schnell sich die enormen KI-Ausgaben in höheren Gewinnen auszahlen. Einen ersten Anhaltspunkt liefern die Zahlen zum zweiten Quartal am 30. Juli, wenn Amazon offenlegt, wie sich Cloud-Wachstum und Investitionslast zueinander verhalten.

Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Jonathan Weiss / Shutterstock.com, Ioan Panaite / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
21.07.26 Amazon Buy Jefferies & Company Inc.
14.07.26 Amazon Buy Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Amazon Buy Goldman Sachs Group Inc.
26.06.26 Amazon Overweight JP Morgan Chase & Co.
18.06.26 Amazon Buy Jefferies & Company Inc.