Vossloh: Daher weht jetzt der Wind

23.06.26 12:55 Uhr

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Die Vossloh-Aktie kennt derzeit nur eine Richtung: abwärts. Während es technisch immer ungemütlicher wird, gewinnen die Fundamentaldaten langsam wieder an Attraktivität.

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2025 hat die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben 19,9 Mrd. Euro in die Sanierung des Schienennetzes gesteckt. Im Jahr 2026 sollen es insgesamt sogar 23 Mrd. Euro werden. Für den Bahn-Infrastrukturdienstleister Vossloh sind das grundsätzlich gute Nachrichten. Doch offensichtlich kommt von diesen Investitionen noch immer zu wenig bei Vossloh an.

Bewertung zurechtgestutzt

Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 1,56 und 1,66 Mrd. Euro. Beim EBIT liegt die Spanne bei 118,5 bis 131 Mio. Euro (GJ 2025: 111,9 Mio. Euro). Bei Kursen von aktuell rund 62 Euro und einer Schätzung für den Gewinn/Aktie von 3,50 bis 3,60 Euro liegt das KGV 2026 noch immer über 17. Für 2027 sieht das schon anders aus: Kommt der erwartete Gewinnanstieg, beträgt das KGV im Jahr 2027 dann rund 14.

Markttechnik dominiert

Ob diese Kennzahlen den Abwärtstrend kurzfristig stoppen können, erscheint fraglich. Vom Hoch 2025 bei knapp 95 Euro ging es mittlerweile kräftig abwärts. Im Jahreschart zeigt sich ein intakter Abwärtstrend. Nachdem die Unterstützung bei rund 67 Euro nach mehren Tests in den vergangenen Monaten dann Anfang Juni spürbar nach unten durchbrochen wurde, stützt sich die Hoffnung der Optimisten jetzt darauf, dass die Marke um 63 Euro schnell wieder zurückerobert werden kann.

Fazit

Die Hoffnung auf die technische Wende steht auf tönernen Füßen. Aktuell sieht es eher danach aus, dass das Papier in den Bereich um 57/58 Euro zurückfallen könnte. Diese Unterstützungsregion bildete im April 2025 die Basis für den folgenden kräftigen Aufschwung – der wiederum auf der Hoffnung auf Aufträge aus dem Sondervermögen des Bundes fußte. Dieser Treiber ist aber erst einmal vom Tisch. Daher gilt hier Vorsicht, denn strenggenommen hat diese Unterstützung erst ein einziges Mal gehalten. Wenngleich sich die Aktie nahe an der überverkauften Zone befindet, dürften antizyklische Trades noch verfrüht sein.

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Erstellung am 23.6.26 um 11:46 Uhr.

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