WACKER CHEMIE: Siltronic-Anteil soll weiter reduziert werden - Aktien uneins
WACKER CHEMIE will sich von weiteren Anteilen an Siltronic trennen.
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WACKER CHEMIE hat seine Beteiligung am Wafer-Hersteller Siltronic auf rund 15 Prozent von zuvor 21,67 Prozent reduziert. Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens seien rund 2,2 Millionen Siltronic-Aktien zu 77,25 Euro je Aktie platziert worden, teilte WACKER CHEMIE am Dienstagabend mit. Dies liegt unterhalb des Schlusskurses von Montag von 82,75 Euro. WACKER CHEMIE rechnet aus der Transaktion mit einem Bruttoerlös von rund 171 Millionen Euro. Dieser soll den finanziellen Spielraum für Investitionen in künftiges Wachstum des Unternehmens erhöhen.
Die Siltronic-Aktien seien ausschließlich an qualifizierte und internationale institutionelle Anleger veräußert worden. WACKER bleibe ein "bedeutender Anteilseigner" von Siltronic und habe sich verpflichtet, innerhalb der nächsten 90 Tage keine weiteren Siltronic-Aktien abzugeben - vorbehaltlich bestimmter Ausnahmen sowie einer möglichen Befreiung. Rothschild & Co hat laut Mitteilung als Finanzberater für WACKER CHEMIE agiert.
Siltronic unter Druck - WACKER CHEMIE reduziert Anteil weiter
Eine Anteilsplatzierung durch den Großaktionär WACKER CHEMIE hat die Aktien von Siltronic am Mittwoch belastet. Ihr Kurs fiel auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um bis zu 4,7 Prozent auf 78,85 Euro, lag damit aber immer noch über dem Platzierungspreis von 77,25 Euro. Im XETRA-Handel verliert sie zeitweise 3,08 Prozent auf 80,20 Euro. Die Aktien von WACKER CHEMIE notierten zuletzt 2,04 Prozent höher bei 90,20 Euro. WACKER erlöst aus dem Verkauf brutto rund 171 Millionen Euro.
WACKER CHEMIE hatte bereits Ende Mai eine Kurserholung von Siltronic genutzt, um Anteile abzustoßen. Nach dem aktuellen Verkauf hält der MDAX-Konzern Ende noch rund 15 Prozent an dem Hersteller von Halbleiterwafern für die Chipindustrie. Dessen Aktien hatten vor allem ab dem Frühjahr von der Hoffnung auf eine starke Nachfrage durch den KI-Boom profitiert, waren dann aber ab Juni im Zuge einer allgemeinen KI-Marktkorrektur unter Druck geraten. Für ein Überwinden des damals gestartet Abwärtstrends braucht es auch nach der Mitte September gestarteten Trendwende allerdings noch weiteren Schwung nach oben.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: WACKER Chemie, T. Schneider / Shutterstock.com
