Warnstreiks bremsen Müllabfuhr und ÖPNV in mehreren Städten aus


BERLIN (dpa-AFX) - Auch abseits der Flughäfen haben Warnstreiks am Freitag Teile des öffentlichen Lebens ausgebremst. Vor allem in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen legten Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder, um vor der Verhandlungsrunde ab Mittwoch Druck auf die kommunalen Arbeitgeber aufzubauen.

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Einen Schwerpunkt der Warnstreiks war in Hessen Frankfurt und Umgebung. Abgesehen vom Flughafen war vor allem der öffentliche Personennahverkehr betroffen. Kundgebungen gab es am Flughafen, im Straßenbahndepot und vor dem Gewerkschaftshaus. "Wir schätzen, dass 5000 bis 5500 Menschen auf den Beinen sind", sagte der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Frankfurt, Alexander Klein, der Deutschen Presse-Agentur.

An einem Demozug durch die Frankfurter Innenstadt beteiligten sich etwa die Gewerkschaft der Polizei, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie Vertreter der Städtischen Bühnen. Arbeitsniederlegungen gab es Verdi zufolge auch in den Stadtverwaltungen, beim Energieversorger Mainova, der Stadtreinigung, in Kitas, Altenheimen und einem Krankenhaus.

Auch in Mainz und Neuwied begann Verdi mitten in der Straßenfastnacht mit Warnstreiks. Unter anderem die Müllabfuhr und die Straßenreinigung waren am Freitag und Samstag aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, wie der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Mittelrhein, Fabian Gödeke, berichtete.

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Auch in Leipzig folgten Bedienstete dem Aufruf der Gewerkschaft. Vom Ausstand betroffen waren laut Verdi etliche Kitas und Horte der Stadt, außerdem die Leipziger Verkehrsbetriebe, die Stadtreinigung und andere Institutionen des öffentlichen Dienstes. Wie ein Verdi-Sprecher berichtete, trafen sich am Vormittag rund 1500 Streikteilnehmer zu einer Kundgebung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz.

In der aktuellen Tarifrunde fordern die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund eine Einkommenssteigerung von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen das als wirtschaftlich nicht verkraftbar ab. Der neue Tarifvertrag für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

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