WDH/AKTIEN IM FOKUS: SK Hynix könnte Chipsektor nach Kursrutsch stabilisieren


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(Im ersten Absatz: Gewinnmitnahmen hatten am Vortag das Bild geprägt)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Im Chipsektor versucht SK hynix am Mittwoch die Stimmung wieder zu bessern. Die Gewinnmitnahmen, die am Vortag in Europa und den USA wegen steigenden Marktzinsen das Bild geprägt hatten, waren am Mittwoch im asiatischen Handel zwar zunächst weiter gegangen - mit einem Kursrutsch um fast zehn Prozent bei dem koreanischen Chipriesen. Nach dem Handelsschluss in Seoul hatte SK Hynix für seine Anleger jedoch eine erste Beruhigungspille parat mit der Ankündigung eines 29 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf-Pakets.

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Die in Europa und den USA gehandelten Anrechtsscheine von SK Hynix zogen daraufhin am Morgen wieder deutlich um etwa fünf Prozent an. Für die großen Chipkonzerne an der New Yorker Nasdaq zeichnet sich ebenfalls für einige Aktien ein vorsichtiger Stabilisierungsversuch ab. Papiere von Micron (Micron Technology) oder NVIDIA legten dort im vorbörslichen Handel bis zu ein Prozent zu nach ihrem Kursrutsch vom Vortag.

Bei deutschen Werten zeigt sich die Stabilisierung aber noch nicht so richtig, denn Infineon liegt zuletzt mit 1,4 Prozent im Minus und bleibt damit in Reichweite des Tagestiefs. Bei den deutschen Chipausrüstern Aixtron (AIXTRON SE) und Suss Microtec (SUSS MicroTec SE (ex SÜSS MicroTec)) sowie dem Wafer-Lieferanten Siltronic beträgt das Minus am späten Vormittag auch noch bis zu ein Prozent.

Den Auslöser der jüngsten Kursrückgänge bei Werten mit KI-Fantasie liegt laut der LBBW "am langen Ende der Zinskurve". Die Finanzierungskosten der großen Technologieunternehmen stiegen mit den Langfristrenditen, und damit rücke die Frage in den Vordergrund, ob die angekündigten Investitionsprogramme in diesem Zinsumfeld Bestand haben. Dazu beigetragen habe am Montag auch, dass der Golf-Konflikt mit anziehenden Ölpreisen weiter Inflationssorgen nährt.

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Gerade Technologiewerte gelten als sehr zinssensitiv, unter anderem wegen umfangreich fremdfinanzierter Investitionen. Einen vielleicht rettenden Umstand sieht der Marktexperte Stephen Innes darin, dass der Markt einen Großteil der spekulativen Überhitzung im Sektor bereits während des Einbruchs im Juli bereinigt haben dürfte. Damit sollte eine Talfahrt, sollte sie denn weiter gehen, nicht ganz so heftig werden.

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt das höchste Niveau von 2007. "Da lässt sich die Kostenfrage kaum noch ausblenden", so Innes. Unangenehm werde die Sachlage auch deshalb, weil die KI inzwischen vielleicht selbst dazu beitrage, ihre eigenen Finanzierungskosten in die Höhe zu treiben. Die Hyperscaler mit ihren Rechenzentren konkurrierten nämlich mit Regierungen um langfristiges Kapital. Für den Sektor sei dies "ein fataler Rückkopplungseffekt". Generell bleibe die KI-Story aber intakt, so Innes weiter./tih/ag/stk

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