Swiss Re-Aktie gibt dennoch nach: Geringe Katastrophenschäden stützen das Ergebnis

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal von geringen Schäden durch Naturkatastrophen profitiert.
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Unter dem Strich verdiente der Konzern rund 1,5 Milliarden US-Dollar (1,3 Mrd Euro) und damit fast ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings gingen die Preise im Schaden- und Unfallgeschäft bei der jüngsten Vertragserneuerung weiter zurück.
Insgesamt beliefen sich die Belastungen durch Naturkatastrophenschäden in der Sparte auf 133 Millionen Dollar. Am teuersten schlug Sturm "Kristin" zu Buche, der im Januar in Portugal auf Land getroffen war. Im Vorjahresquartal hatte Swiss Re noch Großschäden von 570 Millionen Dollar verbucht, der größte Teil davon entfiel auf die verheerenden Waldbrände in Los Angeles.
Dank der geringen Schäden konnte die Sparte diesmal einen größeren Teil ihrer Prämien als Gewinn behalten: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 86,0 auf 79,5 Prozent. Für das Gesamtjahr strebt das Management einen Wert von unter 85 Prozent an.
Bei der Vertragserneuerung im April setzte sich der schon im Januar beobachtete Preisrückgang fort. Die Sparte erneuerte Verträge mit einem Prämienvolumen von 2,3 Milliarden Dollar. Die Preise sanken nominal um 2,5 Prozent. Da die Schadenannahmen um 3,6 Prozent stiegen, ergab sich netto ein Preisrückgang von 6,1 Prozent.
Swiss-Re-Chef Andreas Berger sieht die Swiss Re auf Kurs zu ihren Finanzzielen für das laufende Jahr. Nach einem Rekordgewinn von fast 4,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 rechnet er nach bisherigen Angaben nun mit einem Rückgang auf 4,5 Milliarden Dollar.
Swiss Re mit Rücksetzer nach Quartalszahlen
Die Aktien von Swiss Re sind nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen am Donnerstag im frühen Handel unter Druck geraten. Zeitweise sank der Wert an der SIX um 3,12 Prozent auf 124,40 Franken.
Die Aktie, die sich seit Dezember in einer Seitwärtsbewegung befindet, orientierte sich damit wieder in Richtung der Jahrestiefs.
Der Rückversicherungskonzern hatte mit seinen am Morgen vorgelegten Erstquartalszahlen zwar die Erwartungen beim Reingewinn deutlich übertroffen, aber beim Umsatz unter den Erwartungen gelegen.
Die Analysten von Barclays zeigten sich in einem Kommentar enttäuscht vom niedriger als erwartet ausgefallenen Versicherungsumsatz im Schaden- und Haftpflichtgeschäft.
Die Experten von JPMorgan lobten zwar den Reingewinn, machten aber erste Spuren eines sich abschwächenden Marktes aus.
ZÜRICH (dpa-AFX)
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