Weniger Firmenpleiten zu Jahresbeginn in Deutschland


WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist zu Jahresbeginn gesunken, allerdings deutet sich für die kommenden Monate ein Anstieg an. Im Januar 2022 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1057 beantragte Unternehmensinsolvenzen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 4,6 Prozent weniger als im Januar 2021 und rund 34 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Januar 2020.

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Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Seit dem 1. Mai 2021 gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang. Ausnahmen gab es noch bis 31. Januar 2022 für Betriebe, die im vergangenen Sommer Schäden durch Starkregen oder Überflutungen erlitten hatten. Im vergangenen Jahr gab es so wenige Firmenpleiten wie noch nie seit Einführung der aktuellen Insolvenzordnung im Jahr 1999.

Im laufenden Jahr rechnen Experten mit steigenden Zahlen, denn viele Unternehmen haben die Folgen der Pandemie noch nicht verdaut. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges. In den vorläufigen Zahlen des Bundesamtes deutet sich ein Anstieg an: Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen legte im März gegeüber um 27,0 Prozent gegenüber Februar zu. Bereits im Februar hatte es im Vergleich zum Vormonat einen Zuwachs von 4,2 Prozent gegeben./mar/DP/jha

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