Meta-Aktie gefragt: Neues KI-Modell und Milliarden-Deal mit CoreWeave - kommt jetzt die Monetarisierung?
Die Facebook-Mutter zieht die Aufmerksamkeit durch die langersehnte Vorstellung eines eigenen KI-Modells und weiterer Milliarden-Investitionen auf sich.
Werte in diesem Artikel
• Neues KI-Modell "Muse Spark" vorgestellt - Fokus auf Monetarisierung
• Weitere 21 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur bei CoreWeave
• Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial für die Aktie
Meta präsentiert KI-Modell - doch die entscheidende Frage bleibt offen
Mit "Muse Spark" hat Meta Platforms erstmals seit Monaten wieder ein neues KI-Modell vorgestellt. Dieses bildet laut Unternehmensangaben den Auftakt einer neuen Modellreihe und soll als Grundlage für eine "persönliche Superintelligenz" dienen, die komplexe Aufgaben im Alltag unterstützt. Der Konzern hatte zuvor massiv in Personal und Infrastruktur investiert, unter anderem mit der Verpflichtung von KI-Experte Alexandr Wang.
Der Strategiewechsel wird dabei deutlich: Statt wie bei der Llama-Reihe auf Open-Source setzt Meta nun auf ein proprietäres Modell. Perspektivisch soll der Zugang über bezahlte API-Schnittstellen erfolgen. Entscheidend wird jedoch sein, ob sich daraus tatsächlich neue Einnahmequellen entwickeln lassen. CNBC zufolge sehen Analysten hier noch offene Fragen, da Meta im Vergleich zu Wettbewerbern wie OpenAI, Anthropic oder Google spät in den Markt eingestiegen ist.
Werbung bleibt der Schlüssel zur KI-Strategie
Statt auf Entwicklerökosysteme zu setzen, dürfte Meta seine größte Stärke ausspielen: Werbung. Diese machte zuletzt rund 98 Prozent der Einnahmen aus. Experten zufolge liegt hier auch der wichtigste Hebel für KI.
Durch bessere Zielgruppenansprache, automatisierte Kampagnen und optimierte Inhalte könnte KI die Effizienz von Werbung deutlich steigern. Wie CNBC berichtet, würde das laut Analysten dazu führen, dass Werbekunden höhere Budgets investieren, sofern sich der Return on Investment verbessert. Besonders relevant sind dabei die Stärken von Muse Spark im Bereich Bild- und Videoverarbeitung, was direkt auf Metas Plattformen wie Instagram und Facebook einzahlt.
Milliarden-Deal mit CoreWeave unterstreicht KI-Offensive
Parallel treibt Meta den Ausbau seiner Infrastruktur massiv voran. Wie aus einem weiteren CNBC-Bericht hervorgeht, hat das Unternehmen zusätzliche 21 Milliarden US-Dollar an Ausgaben beim Cloud-Anbieter CoreWeave zugesagt. Bereits zuvor bestand ein Deal über 14,2 Milliarden US-Dollar. Die neuen Vereinbarungen laufen bis 2032 und sichern Meta Zugang zu hochleistungsfähigen Rechenzentren mit GPUs von NVIDIA.
Die Strategie dahinter ist klar: Trotz eigener Rechenzentren bleibt externe Infrastruktur essenziell, um die stark steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zu bedienen. CoreWeave arbeitet auch mit anderen Branchengrößen wie Microsoft und OpenAI zusammen, was die Bedeutung des Unternehmens im KI-Ökosystem unterstreicht.
Analysten bleiben optimistisch
Auch an der Börse kommt der KI-Kurs zunächst gut an. Bereits zur Wochenmitte zog die Meta-Aktie deutlich an. Am Donnerstag gewann das Papier im NASDAQ-Handel letztlich weitere 2,61 Prozent auf 628,39 US-Dollar. Die CoreWeave-Aktie zeigte sich dagegen 3,49 Prozent fester bei 92,00 US-Dollar.
Die Analysten zeigen sich überwiegend bullish für die Facebook-Mutter: Laut Daten von TipRanks liegen 39 Kaufempfehlungen und sechs Halteempfehlungen vor, Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 847,70 US-Dollar und signalisiert damit ein Aufwärtspotenzial von rund 38 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs von 612,42 US-Dollar.
Benedict Kurschat, Martina Köhler, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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