Windkraftgeschäft im Fokus

Siemens Energy-Aktie in Rot: Task-Force und Sonderausschuss sollen wohl bei anhaltenden Problemen helfen


Siemens Energy-Aktie in Rot: Task-Force und Sonderausschuss sollen wohl bei anhaltenden Problemen helfen

Eine Taskforce des Managements und ein Sonderausschuss des Aufsichtsrates sollen Siemens Energy helfen, die anhaltenden Probleme mit seinem Windkraftgeschäft in den Griff zu bekommen.

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Der Sonderausschuss kam am Donnerstagabend zu seiner ersten Sitzung zusammen, wie aus Aufsichtsratskreisen zu hören war. Seine Aufgabe ist dem Vernehmen nach, die Aufarbeitung der Qualitätsprobleme bei Windrädern zu überwachen, derentwegen Siemens Energy Ende Juni seine Prognose zurückziehen musste.

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Siemens Energy hatte damals mitgeteilt, dass es bei Windrädern wegen Qualitätsproblemen zu erhöhten Ausfallraten kommen könne. Die Kosten wurden damals mit voraussichtlich über einer Milliarde Euro angegeben. Am nächsten Tag stürzte die Aktie um rund ein Drittel ab. Siemens Energy kämpft seit Jahren mit Schwierigkeiten in seinem Windkraftgeschäft.

Siemens Energy-Chef Christian Bruch und der Chef des Windgeschäfts, Jochen Eickholt, haben trotz der anhaltenden Schwierigkeiten aber noch das Vertrauen des Aufsichtsrats, wie zu hören war. Sie seien die Richtigen, um die Probleme zu lösen. Die jüngste Gewinnwarnung sollte aber die letzte gewesen sein, hieß es.

Den Aufsichtsratskreisen zufolge treten die Probleme bei Windrädern der Serien X4 und X5 auf. Von der X5 sind demnach bislang rund 800 hergestellt worden, 100 davon sind bereits ausgeliefert. Bei der X4, die noch vor Gründung des Joint Ventures Siemens Gamesa von Gamesa entwickelt wurde, geht es um mehr Windräder, dort sei aber die erwartete Ausfallrate niedriger, hieß es.

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Wie hoch die Kosten am Ende wirklich würden, sei nur schwer abzusehen. Dabei gehe es auch um die Frage, ob die Probleme nur ein Produktionsthema oder ein Problem im Design seien. Letzteres wäre mit größeren Schwierigkeiten verbunden.

Vorsitzender des Sonderausschusses soll der ehemalige Voith-Chef Hubert Lienhard werden. Dies hatte zuvor die "WirtschaftsWoche" berichtet. Auch Siemens-Vorstand Matthias Rebellius, Randy Zwirn und Laurence Mulliez zählen den Aufsichtsratskreisen zufolge zum neuen Gremium. Alle vier sind bereits im Aufsichtsrat von Siemens Energy. Wichtiges Kriterium für die Wahl der Mitglieder war dem Vernehmen nach technische Expertise.

Die Siemens Energy-Aktie verlor am Freitag im XETRA-Handel zuletzt 0,10 Prozent auf 14,91 Euro.

/ruc/DP/men

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG

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07.07.26 Siemens Energy Underweight Barclays Capital
03.07.26 Siemens Energy Outperform RBC Capital Markets
30.06.26 Siemens Energy Outperform Bernstein Research
30.06.26 Siemens Energy Buy Jefferies & Company Inc.
30.06.26 Siemens Energy Buy Deutsche Bank AG