Wohnungswirtschaft warnt vor Preisexplosion und Aufgabe von Bauprojekten
BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Wohnungswirtschaft schlägt wegen des Baukostenanstiegs Alarm. Laut einer Umfrage des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW), aus der das Nachrichtenmagazin Der Spiegel zitiert, plant bei anhaltender Preisdynamik jedes vierte Unternehmen, Neubauprojekte komplett aufzugeben. 64 Prozent wollen die Vorhaben zumindest zurückstellen.
Laut Umfrage steigen bei 65 Prozent von 174 Unternehmen die Preise laufender Neubauprojekte, bei weiteren 18 Prozent werden Steigerungen erwartet. Bei lediglich 17 Prozent aller laufenden Neubauprojekte seien keine Veränderungen feststellbar.
Als Gründe nannte GdW-Präsident Axel Gedaschko im Interview mit dem Spiegel Lieferschwierigkeiten infolge des Ukraine-Kriegs, geringere staatliche Förderungen und die steigende Inflation. "In der Bauwirtschaft braut sich gerade der perfekte Sturm zusammen", so Gedaschko.
Die Baukosten bereits gestarteter Neubauten erhöhen sich laut Umfrage um durchschnittlich rund 14 Prozent, die Preise geplanter Projekte um knapp 19 Prozent.
Den Angaben zufolge wirken sich die Preissteigerungen auf bis zu 58.000 Wohneinheiten im Neubau aus, so der Spiegel.
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May 06, 2022 09:21 ET (13:21 GMT)