XETRA-SCHLUSS/Etwas fester vor Zinsentscheid der US-Notenbank


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DOW JONES--Mit einem kleinen Plus hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch den Handel beendet. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Zinsentscheidung am Abend hätten sich die Marktteilnehmer zurückgehalten, hieß es. Der DAX erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 25.538 Punkte. Der als Inflationstreiber geltende Ölpreis fiel kräftig, verharrte aber auf seinem erhöhten Niveau. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent verlor 2,9 Prozent auf 105,60 Dollar. Berichten zufolge könnte die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiter kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller vonstattengehen, als zunächst mit einigen Wochen veranschlagt.

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An den Märkten hat sich nach zuletzt sehr robusten US-Arbeitsmarktdaten und weiter hohen Inflationsdaten und auch mit Blick auf den Ölpreisanstieg die Erwartung durchgesetzt, dass eine US-Zinserhöhung unverzichtbar ist. Wichtiger als der eigentliche Zinsschritt sind laut Marktteilnehmern wie ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder die zeitgleich veröffentlichten neuen Konjunktur-, Inflations- und Zinsprojektionen - der sogenannte Dot Plot. Dieser Ausblick berge Überraschungspotenzial. Das Problem für die Märkte ist, dass die US-Notenbank unter Fed-Chairman Kevin Warsh ihren bislang üblichen Hinweis auf den geldpolitischen Kurs (Forward Guidance) zurückgefahren hat, also zunehmend darauf verzichtet, künftige Zinsschritte vorab zu signalisieren. Im Blick haben die Akteure daher auch das genaue Abstimmungsverhältnis innerhalb der Fed.

Autoaktien lagen schwach im Markt. Markteilnehmer verwiesen auf das ungünstige Marktumfeld mit hohen Ölpreisen und dadurch verstärkte Inflations- und Zinssorgen. Das belaste konjunkturabhängige Aktien wie die der Autohersteller besonders.

Die BMW-Aktie verlor nach Anfangsgewinnen 1,2 Prozent, obwohl Berenberg die Aktie auf "Buy" hochgestuft hat. Zugleich senkten die Analysten das Kursziel für Mercedes-Benz. Berenberg verwies hier auf Gegenwind durch China, geopolitische Risiken und Inflation. Mercedes-Benz fielen um 2,6 Prozent. Mit Blick auf BMW sprachen die Berenberg-Analysten von solideren Erwartungen nach der Gewinnwarnung im Juni und von anhaltender fundamentaler Stärke. Kepler hat unterdessen das VW-Kursziel erhöht und rät weiter zum Kauf der Aktie, die dennoch 2,3 Prozent einbüßte.

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Auf Erholungskurs zeigten sich "KI-Aktien", nachdem sie zu Wochenbeginn wegen Bedenken hinsichtlich der Risiken des KI-Einsatzes stark verkauft wurden. Bei Elmos Semiconductor trieb zusätzlich eine Kaufempfehlung durch Metzler, die Aktie gewann 3,3 Prozent. Suss Mirotec stiegen um 4,0 Prozent.

Die Infineon-Aktie gewann 1,2 Prozent. Nur kurzzeitig belastete hier die Nachricht, dass sich der Konzern von einem Teil seines Geschäfts mit Speicher-Chips trennt. Infineon verkauft für 1,12 Milliarden US-Dollar einen Teil seines Geschäfts mit Speicherlösungen an das taiwanische Unternehmen Winbond Electronics. Das Geschäft mit NOR-Flash- und F-RAM-Speichern umfasst ein Produktportfolio für die Automobilbranche, Industrie und Infrastruktur.

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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD

DAX 25.538 +0,5 4,4

DAX-Future 25.554 +0,4 3,0

XDAX 25.547 +0,4 3,9

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MDAX 31.277 +0,5 2,3

TecDAX 3.985 +0,2 10,1

SDAX 18.167 +0,2 6,0

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 120,52 +27,0

*gerundet

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/brb

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2026 11:57 ET (15:57 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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