Zuversichtlicher für 2026

Holcim hebt Jahresprognose an - Aktie leidet dennoch unter starkem Franken


Holcim hebt Jahresprognose an - Aktie leidet dennoch unter starkem Franken

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat im zweiten Quartal von einer anziehenden Nachfrage profitiert.

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Umsatz und operatives Ergebnis legten zu. Im ersten Quartal waren beide Kennziffern noch wegen eines harten Winters im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Für das laufende Jahr wird der Heidelberg-Materials-Konkurrent zuversichtlicher und rechnet nun bei Umsatz und operativen Ergebnis mit dem oberen Ende der jeweiligen Spannen.

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Insgesamt kletterte der Umsatz im ersten Halbjahr um 0,7 Prozent auf 7,93 Milliarden Franken (8,5 Mrd Euro), wie der Konzern am Freitag mitteilte. Dabei sorgte der starke Franken weiterhin für Gegenwind. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen betrug das Plus 5,2 Prozent.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verharrte mit knapp 1,44 Milliarden Franken etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Grund waren Verkäufe von Geschäftseinheiten mit hohen Margen und der starke Franken. Die entsprechende operative Marge sank leicht von 18,3 auf 18,1 Prozent. Organisch wäre das operative Ergebnis um 11,5 Prozent gestiegen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 913 Millionen Franken hängen und damit leicht über dem Vorjahreswert.

In den Zahlen ist das im vergangenen Sommer abgespaltete Nordamerika-Geschäft nicht mehr enthalten. Dieses ist als das eigenständige US-Unternehmen Amrize in New York an der Börse notiert. Insofern sind die Vorjahreszahlen Pro-Forma-Resultate. Mit seinen Zahlen hat Holcim die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.

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Für 2026 zeigte sich Unternehmenschef Miljan Gutovic zuversichtlich: "Auf Grundlage unserer starken Ergebnisse und unseres resilienten Geschäftsmodells, das sich in allen Konjunkturzyklen und unter allen Marktbedingungen bewährt hat, heben wir unsere Gesamtjahresprognose für 2026 an."

Für das laufende Jahr erwartet der Baustoffkonzern ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent nach bisher 3 bis 5 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn soll gleichzeitig um rund 10 Prozent zulegen. Bisher hatte Holcim ein Plus von rund 8 bis 10 Prozent ausgegeben. Die entsprechende Marge soll weiter steigen. Im zweiten Halbjahr dürfte Holcim von dem milliardenschweren Infrastrukturprogramm der deutschen Bundesregierung profitieren.

Weil der starke Schweizer Franken das operative Ergebnis bremste und die angehobene Prognose am Markt bereits eingepreist war, setzten Gewinnmitnahmen ein - das Holcim-Papier verliert an der Schweizer Börse am Freitag zeitweise 1,22 Prozent auf 74,36 CHF.

mne/jb/ra/AWP/jha/

ZUG (dpa-AFX)

Bildquellen: Holcim

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11.05.26 Holcim Overweight JP Morgan Chase & Co.
13.04.26 Holcim Buy Deutsche Bank AG
10.04.26 Holcim Buy Goldman Sachs Group Inc.
15.01.26 Holcim Outperform Bernstein Research
07.11.25 Holcim Outperform Bernstein Research