Bitcoin mit 7 Prozent Rendite? Michael Saylor stellt neues Konzept vor
Michael Saylor treibt seine Vision einer Finanzarchitektur auf Basis von Bitcoin voran. Im Zentrum steht ein digitaler Dollar, der einen stabilen Wert mit rund 7 Prozent Rendite verbinden soll.
Werte in diesem Artikel
- Saylor skizziert die Idee eines Bitcoin-gestützten digitalen Dollars, der 7 Prozent Rendite abwerfen könnte
- Strategy nutzt Vorzugsaktien wie STRC als Baustein seiner Digital-Credit-Strategie
- Strategy hält nach dem jüngsten Zukauf insgesamt 847.666 Bitcoin
7 Prozent Rendite bei stabilem Dollarwert
Michael Saylor will Bitcoin nicht mehr nur als digitales Anlagegut verstanden wissen, sondern als Grundlage für eine breitere Finanzarchitektur. Der Executive Chairman von Strategy beschreibt dabei eine Entwicklung von Bitcoin als "Digital Capital" über "Digital Credit" hin zu "Digital Money". In einem von Saylor auf X veröffentlichten Gespräch stellte er ein digitales, an den US-Dollar gekoppeltes Produkt in Aussicht, das rund 7 Prozent Rendite bieten und zugleich eine sehr geringe Volatilität aufweisen soll. In einem Beitrag auf der Website von Strategy beschreibt Saylor ein solches "Digital Money" als dollarbasiertes, Bitcoin-gestütztes und verzinstes Instrument. Es soll einen stabilen Wert, tägliche Liquidität und digitale Übertragbarkeit miteinander verbinden. Zugleich warnt Saylor selbst davor, einen stabilen Wert mit Risikofreiheit gleichzusetzen. Risiken würden durch die Konstruktion nicht beseitigt, sondern über Reserven, Liquidität und die Kreditstruktur gesteuert.
Bitpanda ist der BaFin-lizenzierte Krypto-Broker aus Österreich und offizieller Krypto-Partner des FC Bayern München. Erstellen Sie Ihr Konto mit nur wenigen Klicks und profitieren Sie von 0% Ein- und Auszahlungsgebühren.
STRC als Baustein für Saylors Digital-Credit-Modell
Eine zentrale Rolle in diesem Konzept spielen die von Strategy ausgegebenen Wertpapiere. Saylor bezeichnet Bitcoin als "Digital Capital", während Wertpapiere nach dem Vorbild der variabel verzinsten Vorzugsaktie STRC als "Digital Credit" dienen sollen. Die Stammaktie von Strategy wiederum ordnet er als "Digital Equity" ein. Nach seiner Darstellung übernimmt die Stammaktie dabei den nachrangigen Teil der Kapitalstruktur und trägt einen größeren Anteil der Schwankungen, während die Kreditinstrumente vorrangiger und damit weniger volatil ausgestaltet sind. In Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) beschreibt Strategy das Prinzip anhand von STRC. Das Unternehmen geht dabei davon aus, dass sich ein Teil der erwarteten langfristigen Bitcoin-Rendite in laufende Erträge für Kreditinstrumente überführen lässt. Strategy weist ausdrücklich darauf hin, dass die dafür verwendeten Renditeannahmen hypothetisch sind und tatsächliche Ergebnisse erheblich abweichen können.
Strategy baut Bitcoin-Bestand weiter aus
Parallel zu Saylors Plänen hat Strategy seine Bitcoin-Bestände erneut aufgestockt. Laut einer Mitteilung des Unternehmens vom 28. September kaufte Strategy zwischen dem 21. und 27. September weitere 1.665 Bitcoin für insgesamt 142,7 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag einschließlich Gebühren und Kosten bei 85.681 US-Dollar je Bitcoin. Damit hielt Strategy zum 27. September insgesamt 847.666 Bitcoin, die zu einem Gesamtpreis von rund 63,95 Milliarden US-Dollar erworben wurden. Finanziert wurde der jüngste Kauf durch den Verkauf von Strategy-Stammaktien. Im gleichen Zeitraum nahm das Unternehmen dadurch netto 246,2 Millionen US-Dollar ein. Davon flossen 142,7 Millionen US-Dollar in den Bitcoin-Kauf und 103,5 Millionen US-Dollar in den Rückkauf von STRC-Aktien. Insgesamt kaufte Strategy 1.534.530 STRC-Aktien für 151,7 Millionen US-Dollar zurück.
Was das Modell für die Strategy-Aktie bedeutet
Für Aktionäre ordnet Saylor die Strategy-Stammaktie als nachrangigste Ebene seiner geplanten Kapitalstruktur ein. Nach seiner Darstellung soll sie die Volatilität absorbieren, die höheren Ebenen der Kreditstruktur stützen und zugleich an einer möglichen Wertsteigerung von Bitcoin partizipieren. Strategy weist in seinen Unterlagen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen keine Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse zulassen. Zudem nennt das Unternehmen Schwankungen des Bitcoin-Preises als wesentlichen Risikofaktor. Die geplanten Digital-Credit- und Digital-Money-Produkte ändern laut der Darstellung des Unternehmens nichts an der engen Verbindung des Geschäftsmodells mit Bitcoin und der Finanzierung seiner Kapitalstruktur.
Jonas Vogt, Redaktion finanzen.net
Ausgewählte Hebelprodukte auf Strategy (ex MicroStrategy)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Strategy (ex MicroStrategy)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: tungtaechit / Shutterstock, vikpoint / Shutterstock.com
