Konjunktur im Fokus

Darum kann der Euro seine Gewinne nicht ganz halten


Darum kann der Euro seine Gewinne nicht ganz halten

Nach seinem jüngsten Höhenflug hat der Eurokurs am Donnerstag im späten US-Devisenhandel die Gewinne aus dem europäischen Währungsgeschäft nicht ganz halten können.

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Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung Euro mit 1,0752 US-Dollar. Im europäischen Handel war sie mit 1,0776 Dollar auf den höchsten Stand seit Mai geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0747 (Dienstag: 1,0723) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9305 (0,9326) Euro.

Unterstützung erhielt der Euro zuletzt durch nicht mehr so trübe Konjunkturaussichten. Eine Rezession in der Eurozone gilt als zunehmend unwahrscheinlich. Die deutlich gefallenen Erdgaspreise und die gut gefüllten Gasspeicher haben zur Zuversicht beitragen. Zudem bekräftigten EZB-Vertreter erneut ihre Entschlossenheit, die Leitzinsen im Kampf gegen die Inflation anzuheben. Die Zinsen müssen noch "signifikant steigen", sagte beispielsweise der finnische Notenbankchef Olli Rehn. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver.

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Der Dollar stand dagegen unter Druck, weil die Zinserwartungen an die US-Notenbank Fed tendenziell rückläufig sind. Zuletzt ist die Inflationsrate von einem hohen Niveau aus gefallen. Auch wirtschaftliche Frühindikatoren haben sich deutlich eingetrübt. Offenbar belasten die bisherigen Zinserhöhungen schon die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Marktteilnehmer warten daher auf neue US-Inflationsdaten, die am Donnerstag veröffentlicht werden. Sie gelten als mitentscheidend für den kurzfristigen Kurs der US-Notenbank. Zurzeit ist nicht ganz klar, ob die Fed ihr Zinserhöhungstempo auf der nächsten Sitzung Anfang Februar weiter verringern wird. Als möglich gilt eine Zinsanhebung im jüngsten Tempo um 0,5 Prozentpunkte oder eine Anhebung um lediglich 0,25 Punkte.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: ILYA AKINSHIN / Shutterstock.com, Patryk Kosmider / Shutterstock.com

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