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Ende des ‚Krypto-Winters‘? Warum Bitmine-CEO Tom Lee bei Ethereum auf eine Trendwende setzt


Ende des ‚Krypto-Winters‘? Warum Bitmine-CEO Tom Lee bei Ethereum auf eine Trendwende setzt

Ethereum zeigt laut Bitmine-CEO Tom Lee erste Anzeichen einer Trendwende. Doch andere Marktbeobachter warnen: Kurzfristig könnte es noch ungemütlich bleiben.

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• Tom Lee sieht Ethereum in der Endphase eines "Mini-Krypto-Winters"
• Großinvestor Bitmine baut ETH-Position massiv aus und setzt auf langfristige Stärke
• Banken und Analysten bleiben vorsichtig, kurzfristige Rückschläge möglich

Aggressive ETH-Käufe: Warum Bitmine jetzt zugreift

Steht Ethereum vor einer Trendwende? Genau davon geht Bitmine-CEO Tom Lee aus. Seiner Einschätzung nach befindet sich die Kryptowährung "in den letzten Phasen eines Mini-Krypto-Winters". Während viele Marktteilnehmer noch vorsichtig agieren, positioniert sich sein Unternehmen bereits für eine mögliche Erholung.

Aus einem Bericht von The Block geht hervor, dass Bitmine Immersion seine Bestände auf rund 4,66 Millionen ETH ausgebaut hat. Das entspricht einem Gegenwert von etwa 10 Milliarden US-Dollar und knapp vier Prozent des aktuell zirkulierenden Angebots. Die aggressiven Zukäufe folgen damit klar einer strategischen Überzeugung: Wenn sich der Markt tatsächlich am Wendepunkt befindet, könnte ein früher Positionsaufbau entscheidende Vorteile bringen.

Besonders auffällig ist das Tempo, mit dem Bitmine zukauft. Allein in den vergangenen Wochen kamen laut The Block mehr als 65.000 ETH hinzu. Insgesamt summieren sich die Krypto- und Cash-Bestände auf rund 11 Milliarden US-Dollar. Lee verweist dabei auch auf die jüngste Entwicklung im Marktumfeld. "Krypto und insbesondere Ethereum haben sich seit Beginn des Iran-Kriegs besser entwickelt als der breite Markt", erklärte er. Ethereum eigne sich damit als eine Art Wertspeicher in unsicheren Zeiten.

Parallel baut Bitmine auch das Staking-Geschäft weiter aus. Mehr als 3,1 Millionen ETH sind bereits gebunden. Daraus könnten jährliche Erträge in dreistelliger Millionenhöhe entstehen.

Markt unter Druck: Warum die Erholung noch nicht sicher ist

So klar die Position von Lee ist, so gemischt bleibt das Gesamtbild. Ethereum steht seit Jahresanfang gehörig unter Druck: Der Kurs hat fast 32 Prozent auf aktuell 2.023,20 US-Dollar verloren und damit den schwächsten Start seit der Einführung im Jahr 2015 hingelegt.

Auch der Blick nach vorne fällt vorsichtig aus. Wie "The Motley Fool" berichtet, halten es die Analysten von Standard Chartered für möglich, dass Ethereum zunächst weiter nachgibt und zwischenzeitlich auf bis zu 1.400 US-Dollar fällt. Gründe sind unter anderem schwache ETF-Entwicklungen und ein weiterhin restriktives Zinsumfeld. Eine nachhaltige Erholung dürfte erst einsetzen, wenn die US-Notenbank ihre Geldpolitik lockert.

Gleichzeitig bleibt die langfristige Perspektive intakt. Standard Chartered sieht Ethereum laut "The Motley Fool" bis Jahresende bei rund 4.000 US-Dollar. Perspektivisch sind sogar deutlich höhere Bewertungen im Gespräch. Vor allem die wachsende Bedeutung von Stablecoins und die zunehmende Nutzung der Blockchain sprechen aus Sicht der Analysten für weiteres Wachstum.

Zwischen Regulierung und Adoption: Was Analysten jetzt erwarten

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor kommt aus der Politik. Wie Reuters berichtet, hat die Citigroup ihre Kursziele für Ethereum zuletzt gesenkt. Hintergrund ist die stockende Gesetzgebung in den USA, die eigentlich als wichtiger Treiber für institutionelle Nachfrage gilt.

Die Bank erwartet nun einen Ethereum-Preis von rund 3.175 US-Dollar auf Sicht von zwölf Monaten. Zuvor lagen die Prognosen noch deutlich höher. "Regulatorische Impulse werden entscheidend für weitere Kapitalzuflüsse sein, doch das Zeitfenster wird enger", erklärte Citi-Stratege Alex Saunders laut Reuters.

Gleichzeitig bleibt auch hier ein zweigeteiltes Bild. In einem schwachen makroökonomischen Umfeld könnte Ethereum deutlich unter Druck geraten. Auf der anderen Seite verweisen die Analysten auf strukturelle Trends wie Stablecoins und Tokenisierung, die langfristig für steigende Nutzung sorgen dürften. Entscheidend wird dabei sein, ob die Aktivität im Netzwerk wieder anzieht, die zuletzt eher schwach ausgefallen ist.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Steve Heap / Shutterstock.com, Ponderful Pictures / Shutterstock.com

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10.10.22 Citigroup Neutral Credit Suisse Group
21.01.21 Citigroup Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
03.07.20 Citigroup Outperform RBC Capital Markets
02.04.20 Citigroup Hold Deutsche Bank AG
08.01.20 Citigroup Outperform RBC Capital Markets

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