Neues Gesetz

Bitcoin & Co: Banken in Louisiana dürfen jetzt Kryptoeinlagen für Kunden verwahren


Bitcoin & Co: Banken in Louisiana dürfen jetzt Kryptoeinlagen für Kunden verwahren

Seit Ende Juni können Finanzinstitute und Treuhandgesellschaften in Louisiana für ihre Kunden Bitcoin & Co. verwalten. Das neue Gesetz könnte als Vorlage für ähnliche Regelungen in anderen US-Bundesstaaten dienen.

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• Der Gouverneur von Louisiana unterzeichnete das neue Gesetz "No. 802" am 15. Juni
• Finanzinstitute und Treuhandgesellschaften dürfen auch Drittanbieter in Krypto-Geschäft einbeziehen
• Banken können auch treuhänderisch mit Krypto-Währungen arbeiten

Virtuelle Währungen verwahren und dafür auch Drittanbieter einbeziehen - das dürfen Finanzinstitute und Treuhandgesellschaften in Louisiana seit Ende Juni. John Bel Edwards, seit 2016 Gouverneur des Bundesstaats im Süden der USA und 2019 auf diesen Posten wiedergewählt, unterschrieb das Gesetz "No. 802" am 15. Juni. Genau zehn Tage später trat es in Kraft. Dies berichtet das Informationsportal The Motley Fool.

Banken sind zu Erarbeitung von angemessenem Risikomanagement verpflichtet

"Bill No. 802" bedeutet eine Änderung der überarbeiteten Statuten von Louisiana aus dem Jahr 1950. Nach dem neuen Gesetzestext müssen Finanzinstitute und Treuhandgesellschaften einige Voraussetzungen erfüllen, bevor sie tatsächlich mit Kryptowährungen arbeiten dürfen. So müssen sie angemessene Protokolle zum Risikomanagement und für die Einhaltung bestehender anderer Gesetze vorweisen können und die verbundenen Risiken durch eine methodische Selbsteinschätzung umfangreich auswerten. Außerdem müssen sie über einen angemessenen Versicherungsschutz für ihre Services verfügen und - sofern Drittanbieter in ihre Arbeit mit Kryptowährungen einbezogen werden - ein Programm zur Beaufsichtigung von Dienstleistern aufstellen.

Ob die Banken im Krypto-Geschäft auch treuhänderische Funktionen übernehmen, bleibt ihnen selbst überlassen. Entscheidet sich eine Bank dafür, muss sie die vorgesehenen Treuhandbefugnisse vorweisen können. Ansonsten darf sie die Krypto-Anlagen ihrer Kundinnen und Kunden zwar verwalten, aber die Kundinnen und Kunden behalten die direkte Kontrolle über die Schlüssel zu ihren Anlagen.

Spekulationen: Das Gesetz aus Louisiana könnte anderen Staaten als Vorlage dienen

Die Reaktionen auf das neue Gesetz fallen gemischt aus. Während etwa Krypto-Analyst Dennis Porter den Verantwortlichen für "Bill No. 802" via Twitter zu ihrer Arbeit gratuliert, melden sich in den Kommentaren Stimmen zu Wort, die ihre Krypto-Anlagen lieber selbst verwalten möchten. Andere wiederum hoffen darauf, dass ähnliche Gesetze bald auch in weiteren US-Bundesstaaten verabschiedet werden.

Auch The Motley Fool sieht in dem neuen Gesetz in Louisiana Potenzial und schreibt, dass die Regelung etwa als Vorlage für ähnliche Neuerungen in anderen US-Bundesstaaten dienen könnte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, ImageFlow / Shutterstock.com

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