X-Büro in Paris durchsucht - Behörden laden Elon Musk vor


Von Sam Schechner und Kim Mackrael

DOW JONES--Französische Ermittlungsbehörden haben das Pariser Büro der Social-Media-Plattform X von Elon Musk durchsucht und den Milliardär zu einer "freiwilligen Befragung" vorgeladen. Die Staatsanwaltschaft für Cyberkriminalität teilte am Dienstag mit, dass die Durchsuchung der X-Geschäftsräume im Rahmen einer umfassenden Untersuchung erfolgt sei, die bereits Anfang vergangenen Jahres eingeleitet wurde. Die Ermittlungen haben sich von dem Verdacht, dass der Algorithmus zur Inhaltsbewertung der Plattform einer "ausländischen Einmischung" in die französische Politik gleichkomme, auf die Verantwortung von X für sexualisierte Deepfake-Bilder ausgeweitet, die durch den Chatbot Grok erstellt wurden.

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Französische Vertreter untersuchen zudem weitere potenzielle Anklagepunkte gegen X. Dazu gehören laut der Staatsanwaltschaft die Verbreitung von Kinderpornografie sowie die Leugnung des Holocaust, was in Frankreich illegal ist.

Die Durchsuchung am Dienstag wurde von der Cyberkriminalitätspolizei und Europol, der Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, durchgeführt. Dieser Schritt erfolgte zeitgleich mit der Mitteilung französischer Vertreter, dass sie Musk, die ehemalige X-CEO Linda Yaccarino und weitere Mitarbeiter für April zu sogenannten freiwilligen Befragungen vorgeladen haben.

Die Staatsanwälte beschrieben ihre Ermittlungen als "konstruktiv" und darauf ausgerichtet, die Einhaltung der französischen Gesetze zu erreichen. Freiwillige Befragungen würden den Führungskräften die Möglichkeit bieten, ihre Bemühungen zu erläutern, fügten sie hinzu.

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X reagierte nicht unmittelbar auf Anfragen für eine Stellungnahme.

Die Vorladung und die Durchsuchung sind die jüngsten Signale eines wachsenden transatlantischen Konflikts darüber, wie - und ob - große Technologieunternehmen Online-Inhalte kontrollieren sollten.

Lange schwelende Spannungen zwischen den USA und Europa über den Umgang mit Inhalten auf Plattformen wie Tiktok, Instagram und X spitzen sich nun zu. Während europäische Regulierungsbehörden die Durchsetzung eines neuen Arsenals an Regeln zur Inhaltsmoderation verstärken, werfen die US-Regierung unter Donald Trump und andere US-Vertreter den Europäern vor, abweichende Meinungen nicht nur auf ihrem Kontinent, sondern weltweit unterdrücken zu wollen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/brb/sha

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2026 07:24 ET (12:24 GMT)

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