Position verdoppeln

Ehemaliger Bitcoin-Kritiker Kevin O'Leary will in seinem Portfolio stärker auf Kryptowährungen setzen

24.09.21 22:52 Uhr

Ehemaliger Bitcoin-Kritiker Kevin O'Leary will in seinem Portfolio stärker auf Kryptowährungen setzen | finanzen.net

Vor gut zwei Jahren bezeichnete Investor Kevin O'Leary den Bitcoin noch als "Müll", inzwischen hat er seine Meinung jedoch geändert: O'Leary ist selbst in Kryptowährungen investiert, gab sich kürzlich in einem Interview äußerst bullish für Bitcoin und Co. und kündigte an, die Krypto-Position in seinem Portfolio noch einmal deutlich ausbauen zu wollen.

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• O'Leary will bis Ende 2021 Krypto-Position auf sieben Prozent ausbauen
• Investitionen in Bitcoin, Ethereum und USD Coin
• Regulierer könnten Kryptomarkt Schub geben

Die Zeiten, in denen Kevin O'Leary den Bitcoin als "wertlos" und "Müll" verteufelte, sind längst vorbei. Wenn der aus der US-Show "Shark Tank" bekannte Investor heute über den Bitcoin und andere Digitalwährungen spricht, klingen seine Worte ganz anders. So sagte er Mitte September gegenüber "CNBC", dass er "bullish mit Blick auf Kryptos" sei und deren Anteil in seinem persönlichen Portfolio bis Ende des Jahers mehr als verdoppeln wolle.

O'Leary wettet auf Digitalwährungen

"Ich möchte meine Risikoposition in Krypto - aktuell bei drei Prozent - bis Ende des Jahres auf sieben Prozent anheben", so der prominente Investor laut "CNBC". In einem Interview mit Bitcoin-Verfechter Anthony Pompliano, das auf O'Learys YouTube-Kanal abrufbar ist, geht der Vorsitzende von O'Shares ETFs sogar noch einen Schritt weiter: "Ich denke, bis zum Ende des Jahres und über alle Krypto-Assets, wird es eine Sieben-Prozent-Allokation sein - es könnte sogar bis auf 20 hoch gehen, falls ich das wollte", so O'Leary. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Performance stimme, ergänzte der Investor, der auch den Spitznamen "Mr. Wonderful" trägt.

Im Gespräch mit Pompliano verriet Kevin O'Leary außerdem, dass er längst nicht mehr nur in Bitcoin investiert sei. "Ich bin über Ethereum und Bitcoin hinausgegangen. Ich habe gerade eine ziemlich große Position in USD Coin", so der prominente Investor. Über den Einstieg in einige andere Assets aus der Kryptobranche würde er außerdem gerade verhandeln. Möglich sei dies aber nur, da die Regulierer in zahlreichen Ländern begonnen hätten, ihre Haltung zu Kryptos zu ändern, so O'Leary weiter. Dies habe es ihm ermöglicht "eine Allokation auf eine konforme Weise aufzubauen".

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O'Leary: Regulierer werden Kryptowährungen als Assetklasse anerkennen

Wie wichtig es für ihn ist, im Bereich der Kryptowährungen mit den Vorgaben der Regulierungsbehörden konform zu sein, äußerte der Shark-Tank-Investor Mitte September auch in der "CNBC"-Sendung "Capital Connection": "Ich möchte nicht in Krypto involviert sein, wenn die Regulierer sagen, dass es nicht ok ist", so O'Leary. "Ich kann es mir nicht leisten, abseits zu stehen, ich kann es mir nicht leisten, nicht folgsam zu sein", ergänzte er. Mit dieser Haltung sei er auch nicht allein: "Keiner von uns aus dem Finanzwesen möchte bei dieser Sache Cowboy spielen", zeigte er sich überzeugt.

Allerdings sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die US-Regulierer Kryptowährungen als institutionelle Assetklasse anerkennen würden, so der Invester gegenüber "CNBC". Auch auf Twitter schrieb er, dass es in dieser Sache nicht um das "Ob", sondern das "Wann" gehe.

Wenn die Regulierer in den USA es jedoch eines Tages den institutionellen Investoren erlauben werden, den Bitcoin ein Asset zu nennen und Bitcoin-ETFs aufzulegen, sieht O'Leary ein gewaltiges Potenzial für den gesamten Kryptomarkt. Denn dann könnten mehr Finanzunternehmen in den Markt einsteigen, es würden daher Billionen Dollar darauf warten, an Bord zu kommen, wenn die Regulierer endlich diesen Schritt gehen, sagte Mr. Wonderful laut "CNBC". Allein für den Bitcoin prognostizierte er "Käufe im Wert von einer weiteren Billion Dollar". Denn für den einstigen Bitcoin-Kritiker ist eines klar: "Das geht nicht weg, das ist die neue Assetklasse" - und die wird eines Tages gleichberechtigt neben Aktien, Anleihen und Co. stehen.

Redaktion finanzen.net

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