S&P-500-ETF

State Street SPDR S&P 500 ETF: Mit 0,03 Prozent keine günstigere S&P-500-Variante in Sicht


State Street SPDR S&P 500 ETF: Mit 0,03 Prozent keine günstigere S&P-500-Variante in Sicht

Microsoft Azure hat erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz überschritten und Apple meldete das stärkste Juni-Quartal seiner Geschichte. Darum läuft der günstigste S&P-500-ETF so stark.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Microsoft hat die Cloud-Plattform Azure im vergangenen Geschäftsjahr erstmals einen Jahresumsatz von über 100 Milliarden US-Dollar überschritten.
  • Apple meldete für sein drittes Geschäftsquartal einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, das stärkste Juni-Quartal der Firmengeschichte, mit Rekorden bei iPhone, Mac und Dienstleistungen.
  • Allein NVIDIA und Apple bringen es in diesem ETF zusammen auf etwa 15 Prozent Gewicht.

NVIDIA, Apple und Microsoft: Was die aktuellen Zahlen über die Top-Positionen verraten

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Ein Blick auf die jüngsten Unternehmensmeldungen der drei größten Positionen dieses ETFs zeigt, warum US-Standardwerte zuletzt so gefragt waren. Bei Microsoft, mit 5,2 Prozent Gewicht die drittgrößte Position, hat die Cloud-Plattform Azure im vierten Geschäftsquartal um 43 Prozent zugelegt und damit im gesamten Geschäftsjahr erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz überschritten, während der Kurzbotschaftsdienst Microsoft 365 Copilot inzwischen mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer zählt. Bei Apple, mit 7,1 Prozent Gewicht die zweitgrößte Position, wurde für das dritte Geschäftsquartal ein Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar gemeldet, ein Plus von 16 Prozent und das stärkste Juni-Quartal der Firmengeschichte, mit Rekordumsätzen bei iPhone, Mac und dem Dienstleistungsgeschäft gleichzeitig. Bei NVIDIA, mit 7,9 Prozent Gewicht die größte Position im Fonds, treibt der Konzern seine Technologie derzeit gezielt über reine Rechenzentren hinaus in die physische Welt voran, etwa mit neuen offenen KI-Modellen für autonome Systeme, während gleichzeitig das Cloud-Gaming-Angebot GeForce NOW mit neuen Spielen weiter ausgebaut wird. Zusammen zeigen diese drei Beispiele, wie stark aktuell vor allem Cloud-, KI- und Dienstleistungsgeschäfte das Wachstum der größten US-Konzerne treiben.

Zwei nahezu identische ETFs vom selben Anbieter: Der etwas größere im Fokus

Der State Street SPDR S&P 500 UCITS ETF USD Unhedged (Dist) bildet den S&P 500 Index nach, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA nach Marktkapitalisierung bündelt. Vom selben Anbieter existiert mit dem State Street SPDR S&P 500 UCITS ETF USD Unhedged (Acc) auch eine thesaurierende Variante, die bei identischen Kosten und grundsätzlich gleichem Aufbau nur etwas später aufgelegt wurde und mit 16,2 Milliarden Euro ein etwas geringeres, aber ebenfalls beträchtliches Fondsvolumen aufweist. Da beide Fonds bis auf die Ertragsverwendung praktisch identisch sind, stellen wir hier die mit 18,8 Milliarden Euro etwas größere, ausschüttende Variante vor.

Obwohl beide Fonds unter 34 verfügbaren S&P-500-ETFs "nur" auf den Rängen 6 und 7 landen, zählen sie damit bereits zu den 50 größten ETFs überhaupt, ein Beleg für die enorme Nachfrage nach diesem Marktsegment. Bei den Kosten liegt der Fonds mit 0,03 Prozent pro Jahr ganz an der Spitze. Die nächstplatzierten Wettbewerber verlangen bereits ab 0,05 Prozent, weitere Anbieter folgen mit bis zu 0,15 Prozent, aber keiner davon unterbietet die SPDR-Variante, einige liegen bestenfalls gleichauf. Der Fonds repliziert seinen Index physisch und vollständig und wurde bereits im März 2012 aufgelegt.

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Was der S&P 500 abbildet, und warum eine Investition attraktiv sein kann

Der S&P 500 gilt weltweit als der bekannteste Indikator für die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft und deckt praktisch alle bedeutenden Branchen der USA ab, von Technologie über Gesundheitswesen bis zu Finanzdienstleistungen und Industrie. Eine Investition kann attraktiv sein, weil Anleger damit breit gestreut an den größten und wirtschaftlich bedeutendsten Unternehmen der weltgrößten Volkswirtschaft teilhaben, von etablierten Weltmarktführern bis zu den aktuell wachstumsstärksten Technologiekonzernen.

Fast 40 Prozent in nur zehn Aktien: Was das für die künftige Rendite bedeutet

Die zehn größten Positionen vereinen 39,3 Prozent des Fondsvermögens, obwohl der Index insgesamt 500 Unternehmen umfasst. Allein NVIDIA und Apple kommen zusammen auf rund 15 Prozent. Die künftige Rendite des gesamten Fonds hängt somit in einem für einen derart breiten Index hohen Maß von der weiteren Entwicklung einer Handvoll Unternehmen ab. Setzt sich der aktuelle KI- und Cloud-getriebene Wachstumskurs dieser Konzerne fort, dürfte das den gesamten Fonds überproportional stützen, gerät dagegen ausgerechnet einer dieser Schwergewichte unter Druck, wirkt sich das ebenso überproportional negativ aus.

Warum Technologie fast so viel Gewicht hat wie die vier folgenden Branchen zusammen

Nach Sektoren führt Technologie mit 39,0 Prozent, ein Anteil, der ungefähr genauso hoch ist wie die vier nachfolgenden Branchen Telekommunikation, zyklische Konsumgüter, Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen zusammen. Anleger sollten sich deshalb bewusst sein, dass der S&P 500 trotz seiner 500 Mitglieder de facto stark auf die Entwicklung der Technologiebranche ausgerichtet ist, mit entsprechend höherer Abhängigkeit von KI-Investitionen, Zinsentwicklung und der Bewertung von Wachstumswerten, als es ein wirklich gleichmäßig über alle Branchen gestreuter Index bieten würde.

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Wann der Fonds stark läuft, und wann mit Rückgängen zu rechnen ist

2023 legte der Fonds um 21,5 Prozent zu und 2024 um 32,7 Prozent, getragen vom aufkommenden KI-Boom und den damit verbundenen Rekordgewinnen der größten Technologiekonzerne, wie sie sich auch in den aktuellen Zahlen von Microsoft, Apple und NVIDIA zeigen. 2025 fiel die Rendite mit 4,0 Prozent deutlich moderater aus, doch im laufenden Jahr steht bereits wieder ein Plus von 15,59 Prozent zu Buche. Für eine solche positive, teils außergewöhnlich starke Entwicklung braucht der S&P 500 vor allem anhaltendes Gewinnwachstum bei den großen Technologiekonzernen sowie eine unterstützende, nicht zu restriktive Geldpolitik der US-Notenbank. Mit Kursrückgängen ist dagegen zu rechnen, sobald sich die Zinspolitik unerwartet verschärft oder sich die milliardenschweren KI-Investitionen der großen Konzerne langsamer auszahlen als erwartet, wie das Verlustjahr 2022 mit minus 13,3 Prozent gezeigt hat, ausgelöst durch genau solche schnellen Leitzinserhöhungen.

Ausschüttend statt thesaurierend: Was das für Anleger bedeutet

Der Fonds schüttet seine Erträge aus, zuletzt mit einer Ausschüttungsrendite von 1,03 bis 1,46 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Wer die Ausschüttungen nicht fest für einen bestimmten Zweck einplant, sondern ohnehin wieder investieren möchte, dürfte mit der thesaurierenden Variante des Fonds unter dem Strich eher besser bedient sein, da hier keine manuelle Wiederanlage und keine damit verbundenen Transaktionskosten anfallen. Wer dagegen Wert auf regelmäßige, frei verfügbare Auszahlungen legt, etwa um flexibel über die Verwendung entscheiden zu können, profitiert von der hier vorgestellten ausschüttenden Variante.

Warum die Schwankungsbreite moderat bleibt, trotz hoher Tech-Konzentration

Die Volatilität liegt über ein Jahr bei 12,6 Prozent, über drei Jahre bei 15,7 Prozent und über fünf Jahre bei 17,6 Prozent, höher als bei einem MSCI-World-ETF, aber angesichts der reinen US- und Technologiekonzentration nicht dramatisch höher. Das lässt sich unter anderem damit erklären, dass die größten Positionen in beiden Indexvarianten weitgehend identisch sind. Ein MSCI-World-ETF wird ebenfalls maßgeblich von denselben US-Technologiekonzernen getragen, wodurch sich die Schwankungsmuster beider Indizes stark ähneln. Auch die maximalen Kursrückgänge halten sich in einem vergleichbaren Rahmen. Über fünf Jahre liegt der maximale Verlust bei minus 22,6 Prozent, seit Auflage im Jahr 2012 bei minus 33,7 Prozent, jeweils nur wenig höher als bei entsprechenden Rückschlägen eines MSCI-World-ETFs im selben Zeitraum.

Für welche Strategie sich dieser S&P-500-ETF eignet

Der Fonds eignet sich als zentraler, extrem kostengünstiger Grundbaustein für ein klassisches Buy-and-Hold-Depot, insbesondere für Anleger, die gezielt auf die USA setzen oder ihr bereits bestehendes Welt-ETF-Depot um eine stärkere US-Gewichtung ergänzen möchten. Wegen des vollständigen USA-Fokus fehlt jede regionale Streuung, weshalb sich eine zusätzliche Diversifikation über andere Länder und Regionen empfiehlt. Wer sich der hohen Konzentration auf wenige Technologiekonzerne bewusst ist und diese bewusst in Kauf nimmt, findet mit diesem Fonds einen der günstigsten verfügbaren Zugänge zum bekanntesten Aktienindex der Welt.

Daniel Dünn, Redaktion TraderFox (finanzen.net)

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien-ETFs unterliegen Kursschwankungen, zwischenzeitliche Verluste sind möglich.

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Bildquellen: Dilok Klaisataporn / Shutterstock.com, Gary Blakeley / Shutterstock.com

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