CEO verrät Top-Strategien, um im Job produktiv und energiegeladen zu bleiben

Jamie Wood, CEO des Bio-Technologieunternehmens Autonomic, erläutert ihre effektivsten Strategien, um auch im Laufe des Tages frische Energie zurückzugewinnen. Sie teilt, wie gezielte Pausen, Bewegung und kleine Rituale helfen, das Energieniveau zu stabilisieren.
Warum Energie ein strategischer Faktor ist
In vielen Führungsetagen gilt es als unausgesprochene Erwartung, durchgehend leistungsfähig zu sein. Doch wer dauerhaft ohne Rückzugsphasen durchhält, riskiert ein Motivations- und Konzentrationstief am Nachmittag. Jamie Wood ist CEO des Biotechnologie-Startups Autonomic und betont in einem Interview mit CNBC, dass Energie kein zustandsloses Gut ist, sondern gepflegt werden will. Es sei vergleichbar mit Kapital, das gezielt investiert werden muss: "Wenn Sie ständig abziehen, abziehen, abziehen und Ihre Energie die ganze Zeit nach außen richten, werden Sie ein ziemlich geringes Defizit haben."
Systematische Pausen als Energiebooster
Einer der zentralen Tipps von Wood lautet bewusste Pausen: "Oftmals ist den Menschen nicht bewusst, dass man dafür nicht viel Zeit braucht und auch keinen speziellen Kurs besuchen muss. Man braucht lediglich die Absicht, sich ein paar Minuten lang um sich selbst zu kümmern, und schon kann das einen großen Unterschied machen", erklärt sie. Besonders wichtig sei die Pause ohne Smartphone, denn dessen Nutzung innerhalb der Pause könne die Effektivität senken.
Sie selbst baue im Tagesverlauf Mini-Pausen ein, in denen sie sich physisch von ihrem Schreibtisch entfernt. Diese Auszeiten können kurze Spaziergänge oder gezielte Atemübungen darstellen, wirken jedoch immer gleich. Sie seien keine Unterbrechung, sondern eine Energieregeneration und helfen, mentale Ermüdung hinauszuzögern. Solche Mikromomente strukturieren den Tag gezielt und wirken wie Anker im Bürobetrieb.
Bewegung und körperlicher Input
Eine strategisch eingelegte Bewegungseinheit mittendrin kann einen echten Unterschied machen. Wood empfiehlt moderate Aktivität, etwa Dehnen, ein paar Schritte oder kurze Spaziergänge im Freien. Besonders effektiv sei es, die Beine im 90-Grad-Winkel an die Wand zu stellen und diese Liegeposition für sechs bis acht Minuten einzuhalten. Vergleichbar mit anderen Yoga-Posen sei "dies tatsächlich eine der schnellsten Methoden, um [das] parasympathische Nervensystem zu aktivieren", erklärt die CEO weiter. Diese Impulse stimulieren Kreislauf und Gehirn, beugen Müdigkeitserscheinungen vor und helfen, die verbleibende Arbeitszeit mit mehr Klarheit zu bewältigen.
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, den eigenen Körper mit allem Notwendigen zu versorgen. So betont Wood, dass es wichtig sei, genügend Wasser zu trinken, um die kognitiven Funktionen nicht zu beeinträchtigen. Ebenso sollte das eigene Stresslevel - insbesondere nach sozialen Interaktionen - im Auge behalten werden. Im Zweifel sollte dann eine Pause eingelegt werden.
Energiepflege ist Führungsstil
Energie ist ein Thema, das jeden Einzelnen betrifft, besonders in leitenden Positionen. Laut Wood stellt der eigene Umgang mit Energie eine Vorbildfunktion dar: Wer selbst Rücksicht nimmt auf Regeneration und Pausen, sendet ein Signal an das Umfeld, dass nachhaltige Leistungsfähigkeit mehr zählt als kurzzeitig perfektes Abarbeiten. Außerdem setzt es unrealistische Erwartungen, denn mentale Energie sei begrenzt und man fühle sich am Ende des Tages nun Mal müder, das sei normal. Daher sollten konzentrationsintensive Aufgaben in der Regel am Vormittag geleistet werden, denn am Nachmittag "verdauen wir mehrere Mahlzeiten, sind möglicherweise dehydriert und unser Gehirn ist bereits seit sechs Stunden damit beschäftigt, anderen Menschen bei der Beantwortung von Fragen zu helfen", erklärt Wood im Gespräch mit CNBC.
Redaktion finanzen.net
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