MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

03.07.26 07:35 Uhr

Die National Australia Bank hat ihre Prognosen für den US-Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen "deutlich" nach oben korrigiert, nachdem sie zuvor aufgrund des "Kriegsnebels" zögerlich gewesen war. Der Hauptgrund für die Anpassungen ist laut NAB, dass sich die US-Wirtschaft als deutlich widerstandsfähiger erweist als erwartet, was die Inflation hoch halte und die Fed zu einer restriktiveren Haltung veranlasst habe. Dennoch prognostiziert die NAB derzeit nicht, dass die Fed die Zinsen anheben werde, weist jedoch darauf hin, dass der Aufwärtstrend des Dollar seit Mai eng mit der Entwicklung der Zinserwartungen der Fed verknüpft sei.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.179,39 +1,4 56,59 4.122,80

Silber 62,40 +2,3 1,39 61,01

Platin 1.654,97 +2,4 38,72 1.616,25

Der Goldpreis kletterte um 1,1 Prozent. Die Hoffnung auf eine zeitlich verzögerte Zinserhöhung und die Dollarschwäche stützten.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 68,98 +0,4 0,29 68,69

Brent/ICE 72,26 +0,6 0,46 71,80

Die Ölpreise bauten ihre Vortagesabgaben aus, für WTI ging es um weitere 0,3 Prozent auf 68,45 Dollar nach unten. "Die Ölpreise dürften weiterhin unter Abwärtsdruck stehen, da sich das Angebot weiter normalisiert und geopolitische Risikoprämien abgebaut werden (...)", sagte Soojin Kim von MUFG. Wie das Schiffsverfolgungsunternehmen Kpler mitteilte, hat sich der tägliche Verkehr durch die Straße von Hormus in der vergangenen Woche bei 30 bis 60 Durchfahrten stabilisiert.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Einem privaten Indikator zufolge hat sich die Expansion des chinesischen Dienstleistungssektors im Juni etwas verlangsamt, da die Neuaufträge nachließen. Die allgemeine Geschäftstätigkeit und die Nachfrage blieben jedoch robust. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor von RatingDog fiel im Juni auf 54,1 von 54,4 im Mai, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.

DEVISENMARKT JAPAN

Japans Finanzministerin hat eine weitere verbale Warnung an Währungsspekulanten ausgesprochen. Sie bekräftigte während einer Pressekonferenz ihre Bereitschaft, Maßnahmen zur Stützung des Yen zu ergreifen. "Unsere Haltung bleibt unverändert. Wir sind bereit, bei Bedarf jederzeit angemessene Maßnahmen zu ergreifen", sagte Satsuki Katayama am Freitag.

VOLKSWAGEN

Trotz einer Verschärfung seines Sparkurses plant Europas größter Autokonzern langfristig wieder mit Vertriebszielen von mehr als 10 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Das geht nach Informationen aus Konzernkreisen aus der internen Langfristplanung bei VW hervor. Ein Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Volkswagen will seine Produktionskapazitäten von einst 12 auf künftig 9 Millionen Fahrzeuge reduzieren und den Konzern damit krisenfester machen. Die Ambitionen im Vertrieb liegen aber höher. Ziel sei es, die Profitabilität auch bei niedrigeren Stückzahlen zu sichern. Intern werde daher mit verschiedenen Szenarien gerechnet. Das 10-Millionen-Szenario ist das optimistischste. (Handelsblatt)

RENK

Das Rüstungsunternehmen steht kurz vor einer Übernahme des privat gehaltenen Unternehmens David Brown Defence. Renk wolle seine Präsenz im Marinesektor auszubauen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg sagten. Der Deal, bei dem David Brown Defence nach Angaben eines Insiders mit 200 bis 250 Millionen US-Dollar bewertet werde, könnte bereits am Freitag bekannt geben, wie mehrere Personen sagten. David Brown Defence verfügt über Expertise bei Getrieben für U-Boote und ist Teil der Stellex-Capital-Beteiligung David Brown Santasalo. (Bloomberg)

MERCEDES-BENZ

Der Autohersteller wird die für 2027 geplante kleine G-Klasse im ungarischen Werk Kecskemet produzieren. Der deutsche Standort Rastatt, an dem unter anderem der neue CLA gefertigt wird, erhält den Zuschlag laut Konzernkreisen nicht. Ungarn damit künftig rund 30 Prozent der europäischen Mercedes-Produktion übernehmen - doppelt so viel wie bisher. Wie bekannt soll auch die elektrische C-Klasse künftig in Kecskemet gebaut werden. Nach einer Werkserweiterung für rund eine Milliarde Euro steigen die Kapazitäten dort auf 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge pro Jahr. (Automobilwoche)

DEUTSCHE POST

Die Bundesregierung streicht der Post ein umstrittenes Steuerprivileg. Künftig ist der noch immer teilstaatliche Konzern nicht länger von der Mehrwertsteuer befreit, wenn er Geschäftspost einsammelt und verteilt. Die Regelung hatte der Post einen Wettbewerbsvorteil von 19 Prozent gegenüber ihren Konkurrenten beschert. Zwischenzeitlich kamen auch einige private Postunternehmen in den Genuss der Freistellung, was die Lage der übrigen verschärfte. Nun beseitigt Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Wettbewerbsvorteil für die Post. Er beziffert die Mehreinnahmen des Bundes auf 115 Millionen Euro. (Spiegel)

BIONTECH

Das Pharmaunternehmen hat nach Informationen des Handelsblatts bereits vertrauliche Gespräche mit Interessenten über den Verkauf der deutschen Standorte geführt, die von den jüngsten Schließungsplänen betroffen sind. Dabei geht es nach Informationen aus Unternehmenskreisen um die Werke in Tübingen, Idar-Oberstein und Marburg sowie um die Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies GmbH. Das in Berlin ansässige Unternehmen, das seit 2009 zum Konzern gehört, ist nach Angaben von Personen, die mit den Entscheidungen vertraut sind, nicht mehr profitabel und soll Ende 2026 schließen. (Handelsblatt)

JULIUS BÄR

Peter Burrill wird neuer CFO. Der Manager tritt sein Amt am 17. August an, er wird auch Mitglied der Geschäftsleitung. Der Manager kommt von Standard Chartered.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 03, 2026 01:36 ET (05:36 GMT)