Länderminister machen sich für Kindergrundsicherung stark


STUTTGART (dpa-AFX) - Eine neue Kindergrundsicherung soll nach Ansicht der Sozial- und Arbeitsminister der Länder Kindern und Jugendlichen ermöglichen, der Armut ihrer Familien zu entkommen. Sie müsse den Mindestbedarf jedes Kindes decken und sich daran orientieren, was Kinder und Jugendliche zu einem guten Aufwachsen tatsächlich brauchen, sagte Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha am Donnerstag in Stuttgart. Der Grünen-Politiker hat derzeit den Vorsitz der 97. Tagung der Ressortchefs inne, die mit großer Mehrheit für das neue Instrument stimmten.

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"Das ist ein großer politischer Durchbruch", sagte Lucha. Kein Kind in Deutschland müsse künftig aus Scham, kein Geschenk mitbringen zu können, Geburtstagseinladungen absagen. Nun müsse der Bund sich mit den Ländern an die Umsetzung machen. Im Südwesten leben 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Armut oder sind davon bedroht - manche auch nur zeitweise, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Die Teilnehmer der Runde machten sich auch für die vom Bundesgesundheitsministerium vorgeschlagene Pflegereform 2021 stark. Es sei wichtig, den Eigenanteil in der stationären Pflege zu deckeln. So würden Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor finanzieller Überforderung geschützt und verbleibende Kosten planbarer, betonte Lucha./jug/DP/nas

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